FÖR PLATT e. V.

Plattdeutsch aktiv an die nächste Generation weitergeben

Snackt mehr Platt! Plattdüütsch mutt blieben!

 

 

letzte Aktualisierung 06.07.2021

 

 

"FUNKLOCK STOPPEN!" - Neue Seite für plattdeutsche Medienkampagne

 

Die plattdeutsche Medienkampagne „Funklock stoppen!“ hat eine neue Internetseite.

Auf www.funklockstoppen.de steht ab sofort, was hinter dem Ruf nach einem eigenen öffentlich-rechtlichen

plattdeutschen Sender steht und wer die Bewegung unterstützt. 

 

 

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letzte Aktualisierung 02.06.2021

 

Plattdeutsches Wort 2021: „butschern“

Das plattdeutsche Wort des Jahres heißt „butschern“ (butjern/ buttjern). Es wurde nach einem jährlich stattfindenden Aufruf vom Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern und dem Fritz-Reuter-Literaturmuseum aus zahlreichen Einsendungen ausgewählt. Die ursprüngliche Bedeutung im Sinne von „umherstrolchen“ wird aktuell in Coronazeiten auch als „einfach raus gehen, mal was unternehmen“ verstanden. Weil dieses Bedürfnis gerade bei Kindern und Jugendlichen besonders groß ist, verwundert es auch nicht, dass die Einsenderin aus der Region Demmin selbst noch im jugendlichen Alter ist.

 

Das Plattdeutsche Wort wurde in drei Kategorien gesucht:

1. das schönste plattdeutsche Wort

2. der beste aktuelle plattdeutsche Ausdruck (eine Neuschöpfung sozusagen)

3. die liebste Redensart oder das liebste Sprichwort.

 

Als schönsten plattdeutschen Ausdruck kürte die Jury in diesem Jahr „Holl di fuchtig!“ Obwohl der Ausdruck sehr bekannt und in vielen Gegenden geläufig ist, hat er in dieser Zeit an Aktualität und inhaltlich auch an Bedeutung gewonnen. War es früher eher eine Floskel, so meint man jetzt sehr genau, was gesagt wird: Bleib gesund!!!  Wohl deshalb haben sich auch so viele der Juroren dafür entschieden. Der Einsender kommt aus der Müritz-Region.

 

Schließlich wurde auch eine besondere Redensart ausgewählt. In dieser Kategorie hat sich sehr knapp das folgende Sprichwort durchgesetzt: „Dat gröttste Glück, as mi bedücht, hett, wer up Glück lecht kein Gewicht.“ Diese Zuschrift erreichte die Jury aus der Region Stralsund.

 

Auch in diesem Jahr hatten sich wieder viele Menschen in ganz Norddeutschland an der Suche nach dem plattdeutschen Wort des Jahres beteiligt. Zuschriften kamen aus 5 Bundesländern. Die Palette der eingesandten Worte und Redewendungen war breit. Wie schon 2020 spielte jedoch auch hier die Auseinandersetzung mit der Corona-Pandemie eine große Rolle. Was die Veranstalter, das Fritz-Reuter-Literaturmuseum Stavenhagen und den Heimatverband M-V besonders freut, ist die Beteiligung junger Menschen. Der jüngste Teilnehmer ist stolze 2 Jahre alt und kommt aus Ostfriesland.

 

Verkündet wurden die drei siegreichen Begriffe am vergangenen Wochenende in Rostock, wo die Eröffnung der ersten landesweiten Plattdeutschen Woche in Mecklenburg-Vorpommern stattfand. Diese dauert noch bis zum 6. Juni, pandemiebedingt muss dabei allerdings auf gesellige Zusammenkünfte verzichtet werden | www.heimatverband-mv.de

 

Quelle: PLATTNET-Nachricht – 31.05.2021


 

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letzte Aktualisierung: März 2021

 

 

Neu: Newsletter der Plattdeutsch-Koordinatorin Rike Henties

 

Ab 15. März 2021 informiert der Newsletter „Wat to weten“, monatlich über plattdeutsche Kreativkurse, Aktionen und Veranstaltungen im Landkreis Harburg. Interessierte melden sich ab sofort für den Newsletter an unter www.plattfinntstatt.de

 

Die Plattdeutsch-Koordinatorin, Rike Henties, vernetzt die plattdeutschen Kulturakteure und das vielfältige Angebot im Landkreis Harburg. Sie unterstützt die Vermittlung der Regional­sprache an Menschen, die das Niederdeutsche noch nicht sprechen, z. B. Jugendliche und Kinder in Kindertagesstätten oder Schulen. Als Teil der regionalen Kulturförderung finanzieren der Landkreis Harburg und der Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg gemeinsam die Stelle.

 

Rike Henties

Plattdeutsch-Koordinatorin für den Landkreis Harburg

Am Kiekeberg 1
21224 Rosengarten

Tel. (0 40) 79 01 76-54
Fax (0 40) 7 92 64 64

E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

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letzte Aktualisierung: 09.01.2021

 

 

Liebe Plattdeutsch-Interessierte in Kindertageseinrichtungen und Grundschulen!

 

Platt is cool!

Auch im Jahr 2021/2022 möchte der Verein FÖR PLATT e. V. in Salzhausen wieder Workshops für Mitarbeiter/Innen der genannten Einrichtungen und Grundschulen anbieten, wenn es möglich sein wird und es die aktuelle Corona-Situation ohne größere Einschränkungen zulässt.

 

Für die Teilnehmer entstehen keine Kosten, die Finanzierung der Kursgebühren, sowie Getränke, übernimmt der Verein FÖR PLATT e. V.

 

Die Workshops finden statt im

Zentrum für Plattdeutsch, Haus des Gastes (Brenners Hoff),Schützenstraße 4, 21376 Salzhausen.

        

Weitere Auskünfte gibt es bei

FÖR PLATT e. V.

Hans-Hermann Putensen

Siems Twieten 4a - 21376 Garlstorf

Telefon: 04172 – 96 92 940

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

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Die Kurs-Daten werden schnellstmöglich aktualisiert!

 

Volkshochschoolkurse för Platt -

Anmeldungen sind möglich bei der KVHS Landkreis Harburg, St.-Barbara-Weg 1, 21423 Winsen (Luhe) oder

Schulkamp 11a, 21220 Seevetal-Maschen. Das Lehrbuch kann im Buchhandel erworben werden.

 

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  |  https://www.kvhs-harburg.de

 

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„Plattdüütsch lernen und snacken“

Lehrbuch: H. Arbatzat „Platt - dat Lehrbook“ (Quickborn-Verlag, ISBN 978-3-87651-431-4)

Anmeldungen: VHS Buxtehude, Bertha-von-Suttner-Allee 9, 21614 Buxtehude; Tel.: 04161 7434-21|

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | www.vhs-buxtehude.de

 

 

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Nachtrag im Oktober 2020: Das Projekt geht weiter, bis Ende März 2023

 

Der Landkreis Harburg hat eine Plattdeutsch-Koordinatorin
Rike Henties beginnt am 1. April 2019

 

Rosengarten, 29.3.2019 – Das Plattdeutsche hat ab dem 1. April eine hauptamtliche Vertretung: Rike Henties ist die neue Plattdeutsch-Koordinatorin im Landkreis Harburg. Die 31-jährige Mutter­sprachlerin aus Erbstorf (Landkreis Lüneburg) widmet sich ab sofort in Teilzeit der Förderung des Niederdeutschen. Zu ihrem Start begrüßten sie Landrat Rainer Rempe, Heiner Schönecke als Vorsitzender des Fördervereins des Freilichtmuseums am Kiekeberg, Stiftungsratsvorsitzender Klaus-Wilfried Kienert und Museumsdirektor Stefan Zimmermann. Organisatorisch ist die Stelle im Freilichtmuseum am Kiekeberg angebunden.

 

„Ich freue mich auf meine neue Aufgabe“, sagt Rike Henties strahlend. Nach Ausbildungen zur Maßschneiderin und Modedesignerin wurde sie Schulbegleiterin. Aus dieser Arbeit kennt sie den Landkreis Harburg sehr gut und ist auch mit vielen Schulen bereits vernetzt. Für Rike Henties ist Niederdeutsch die sprichwörtliche Muttersprache: „Meine Mutter und deren Mutter haben mit uns drei Kindern immer platt geschnackt. Es war uns immer bewusst, dass das etwas Besonderes ist. Viele Unbekannte blieben auf der Straße stehen, um uns einfach zuzuhören.“ Allerdings erlebte sie noch bis in die 1990er Vorurteile gegen Plattschnacker. Diese will sie nun auch auf professioneller Ebene entkräften: „Ich möchten mich mit vielen Akteuren der Szene vernetzen – daraus entstehen meist die besten Ideen. Und ich möchte zeigen: Die Sprache ist für alle attraktiv – für jedes Alter und auch für Menschen, die sie zurzeit noch nicht oder nicht fließend sprechen“, fügt sie mit einem Augenzwinkern auf die Herrenrunde hinzu. Ihr eineinhalbjähriger Sohn Piet jedenfalls kennt die Mama nur „op platt“ – und geht mit beiden Sprachen selbstverständlich um.

 

Als Koordinatorin wird Rike Henties viel im Landkreis unterwegs sein. „Dat is wichtig, dat een sik sehen laat“, sagt sie. Mit der Vernetzungsarbeit hat sie schon vor Stellenantritt begonnen, unter anderem mit einem „Antrittsbesuch“ bei ihrem Vorgänger Herbert Timm. Dieser füllte die Position bis zu seinem „Ruhestand“ ehrenamtlich aus. Landrat Rainer Rempe betont: „Mit Herbert Timm hatten wir sehr lange einen umsetzungsstarken und sehr engagierten Beauftragten, für ihn war die Förderung des Plattdeutschen eine Lebensaufgabe. Wir haben ihm viel zu verdanken, das ist mit Geld nicht aufzuwiegen. Im Nachbesetzungsverfahren zeigte sich, dass diese Position so nicht mehr ehrenamtlich zu besetzen ist.“  Museumsdirektor Stefan Zimmermann sieht die neu geschaffene Stelle als „Riesenchance für das Plattdeutsche. Es soll nicht nur ein schönes Image haben“, sagt der gebürtige Schwabe, „sondern auch normaler Bestandteil des Alltagslebens sein. Das passt sehr gut zum Kiekeberg: Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, Alltagskultur zu bewahren.“

 

Zwei positive Entscheidungen schufen die Rahmenbedingungen für die Bestellung der ersten hauptamtlichen Plattdeutsch-Koordinatorin im Landkreis Harburg: Der Kreistag sprach sich Ende 2018 mit großer Mehrheit fraktionsübergreifend für die Einrichtung einer hauptamtlichen Stelle aus. Und: Die Personalkosten teilt sich der Landkreis mit dem Förderverein des Freilichtmuseums am Kiekeberg. Dessen Vorsitzender Heiner Schönecke erklärt: „Wir fördern die Kultur der Region, da gehört das Plattdeutsche zentral dazu. Wir haben im Vorstand gern den Beschluss gefasst, uns finanziell zu beteiligen.“ Mit Blick auf die stark ausgeprägte plattdeutsche Szene im Landkreis betont er: „Es gibt so viel Potential, da engagieren sich viele Menschen. Und das wollen wir unterstützen und noch stärker für die jüngeren Menschen erschließen.“ Bei dem Gedanken sind sich alle Entscheider und Rike Henties einig: „Plattdeutsch gehört zu Niedersachsen. Die Sprache gibt einen schnellen Zugang zu Menschen, ein ‚Hier bin ich zuhause’-Gefühl.“ Plattdeutsch als Teil des kulturellen Erbes, der nicht verschwinden darf – schließlich war dies ein zentrales Argument, das den Kreistag und auch den Stiftungsrat des Freilichtmuseums am Kiekeberg überzeugte, erläutert Klaus-Wilfried Kienert, Vorsitzender des Stiftungsrats. „Wir finden, es ist es Wert, das Kulturgut zu fördern.“ Das hat auch der Europarat festgestellt, der das Niederdeutsche in die Europäische Charta für Regional- und Minderheitssprachen aufnahm und sie damit als besonders schützenswert anerkennt.

 

Stefan Zimmermann erklärt: „Der Landkreis hat das Freilichtmuseum schon vor Jahren mit den zentralen Kulturaufgaben betraut. Als übertragene Aufgaben verwalten wir auch dessen Budget für das Plattdeutsche. Daraus werden zum Beispiel die regelmäßigen Terminhefte oder die plattdeutsche Bibliothek finanziert.“ So sei es sinnvoll, auch die Stelle der Plattdeutsch-Koordinatorin organisatorisch am Kiekeberg anzubinden. Die Stelle ist zunächst auf zwei Jahre angelegt. Eine Evaluierung wird dann Entscheidungsgrundlage für die Kreistagsmitglieder, die über die Ausrichtung nach 2020 abstimmen.