FÖR PLATT e. V.

Plattdeutsch aktiv an die nächste Generation weitergeben

Snackt mehr Platt!
Plattdüütsch mutt blieben!

 

 

letzte Aktualisierung: 13.01.2018

 

30 Jahre „Vertell doch mal“ –

Plattdeutscher Schreibwettbewerb des NDR startet

 

(PM) „Wat för´n Dag“ – „Was für ein Tag“: Jeder kennt diese Redewendung, die viel Raum für Interpretationen lässt. Deshalb ist „Wat för´n Dag“ auch das Thema des diesjährigen plattdeutschen Schreibwettbewerbs „Vertell doch mal“, zu dem der NDR gemeinsam mit Radio Bremen und dem Hamburger Ohnsorg-Theater zum insgesamt 30. Mal aufruft. Mitmachen lohnt sich: Auf die fünf Gewinnerinnen und Gewinner wartet Preisgeld von mehr als 5000 Euro. Zudem werden die 25 schönsten Geschichten im Juni dieses Jahres als Buch erscheinen. Und es gibt auch 2018 einen mit 400 Euro dotierten „Ü 18“ Preis. Das „Ü“ ist natürlich platt und steht für „ünner“, also unter 18 Jahren.

 

Eingereicht werden kann eine niederdeutsch verfasste Kurzgeschichte zum Thema „Wat för´n Dag“, die bisher noch nicht veröffentlicht wurde. Sie darf nicht länger als zwei DIN A4 Seiten sein (Schriftgröße 12 Punkt, 1,5-zeilig) und muss bis Mittwoch, 28. Februar 2018 (Poststempel), geschickt werden an:  

 

NDR 1 Welle Nord, Stichwort „Vertell doch mal!“, Postfach 3452, 24033 Kiel;

NDR 1 Niedersachsen, Stichwort „Vertell doch mal!”, 30150 Hannover;

NDR 90,3, Stichwort „Vertell doch mal!”, 20140 Hamburg;

NDR 1 Radio MV, Stichwort „Vertell doch mal!”, Postfach 110144, 19001 Schwerin;

Radio Bremen, Stichwort „Vertell doch mal!”, 28100 Bremen

oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Besondere Aktionen im Internet begleiten den Wettbewerb (www.NDR.de und www.radiobremen.de).

Die fünf besten Geschichten werden am Sonntag, 3. Juni, in einer großen Matinee mit vielen prominenten Gästen im Hamburger Ohnsorg-Theater prämiert und von Schauspielern des Theaters vorgetragen. Die Moderation übernimmt Klappmaul Werner Momsen, die Musik kommt von Musiker Gerrit Hoss (bekannt u. a. durch die NDR Reihe „Hör mal n beten to“). Partner des Wettbewerbs ist auch in diesem Jahr die PNE Wind AG – Die Windparkexperten.

 

Quelle: PLATTNET-Nachricht – 12.01.2018

 

 

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letzte Aktualisierung: 07.01.2018

 

 

Volkshochschoolkurse för Plattdüütsch (Plattdeutsch lernen im Landkreis Harburg un ümtau)

 

VHS Buxtehude:

Anmeldungen: VHS Buxtehude, Bertha-von-Suttner-Allee 9, 21614 Buxtehude; Tel. 04161 7434-21, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Moisburg                   Dienstag, den 6. Februar    19:00 - 20:30 Uhr

                                    Plattdüütsch für Fortgeschrittene

                                    Volkshochschulkurs mit Dr. Heinz Harms, Amtshaus, Auf dem Damm 5, Moisburg

                                    8x dienstags, 16 Stunden

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Kreis-Volkshochschule Landkreis Harburg:

Anmeldungen sind möglich ab Januar 2018 bei der KVHS Landkreis Harburg, St.-Barbara-Weg 1, 21423 Winsen (Luhe)

oder Schulkamp 11a, 21220 Seevetal-Maschen.

 

Stelle                          Mittwoch, den 14. Februar  18:00 - 19:30 Uhr

                                    Plattdeutsch Grundstufe A1.2  (X23 E080)

                                    Neueinsteiger sind willkommen!

                                    (Beratung: 04174 3761)

                                    Kreisvolkshochschulkurs mit Hartmut Großmann

                                    für Teilnehmende mit geringen Vorkenntnissen 

                                    mittwochs, 20 UStd., 10 Termine, 72 €

                                    Schule am Buchwedel, Raum 2.26, Stelle

                                    Sie benötigen:  Platt - das Lehrbuch, Quickborn-Verlag, ISBN 978-3-87651-4

 

Stelle                          Mittwoch, den 14. Februar  19:45 - 21:15 Uhr

                                    Mit Plattdüütsch in't Fröhjohr (X23 E081)

                                    Ne'e Leder, Riemels un Geschichten,

                                    Kreisvolkshochschulkurs mit Hartmut Großmann

                                    für Teilnehmende mit Vorkenntnissen (V23 E083)

                                    mittwochs, 20 UStd., 10 Termine, 72 €

                                    Schule am Buchwedel, Raum 2.26, Stelle

                                   

 

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letzte Aktualisierung:  07.01.2018

 

Woans geiht dat wieder?

Keen Lännerzentrum – keen Geld mehr för’t INS

(pn) Dat niege Johr is dor. Un woans geiht dat wieder mit dat Stütten vun de plattdüütsche Spraak? De norddüütschen Länner hebbt en „Länderzentrum für Niederdeutsch“ gründt, dat schull nu egentlich de Arbeit maken, för de 40 Johr lang dat „Institut für niederdeutsche Sprache“ in Bremen (INS) warkelt hett. Man dat INS kriggt nu nich mehr dat Geld, wat dorför bruukt ward. An’t Enn vun 2017 weer Sluss: 271.000 Euro Fördergeld, wat dat INS beto in’t Johr kregen hett, sünd nich mehr dor, de schall nu dat niege Länderzentrum kriegen.

Bloots: Dat Länderzentrum, dat gifft dat (noch) nich. Keen Adress, keen Anspreekpartner. Dorbi schull dat losgahn an’n 1. Januar 2018. Un so hebbt de Plattdüütschen in Norddüütschland opstunns keen zentrale Stell mehr, de mit Sachverstand parat steiht, wenn dat üm Hölpanfragen geiht in Bildung, bi de Medien, för Schrievers- un Karkenlüüd, för Musikers un Theotergruppen un Vereene un för jedeen Börger, de wat weten will över de Regionalspraak Nedderdüütsch. Dat fehlt för den ganzen Kulturbedriev un dat Nettwark Nedderdüütsch.

Man noch gifft dat dat INS – de Vereen, den de Rümlichkeiten in’n Bremer Schnoor tohören doot, mit de grote Bibliothek un de Mediensammlung, de will nich opgeben: „De Minschen överall in Noorddüütschland bruukt uns Hölp un Raatslag. Wi wüllt geern mit uns Arbeit wiedermaken: för de plattdüütsche Spraak un för de Minschen.“ (INS – www.ins-bremen.de)

De Fraag is: Wolang is dat uttoholen, wenn dat Geld för de Lüüd nich dor is, de de Arbeid maken schüllt?

Ein ausführlicher Beitrag hierzu siehe auch unter: https://www.taz.de/!5471510/ vom 1.1.2018 –

Klaus Wolschner: Blick ins Nichts

 

Quelle: Nieges vun PLATTNET.de <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; vom 04.01.2018

 

 

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letzte Aktualisierung 23.10.2017

 

 

Das INS in Bremen will handlungsfähig bleiben

Weichenstellung für die Zukunft des Instituts für niederdeutsche Sprache (INS)

 

(PM) „Wir sind und bleiben auch in den kommenden Jahren eine feste Adresse und verlässlicher Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Plattdeutsche.“ Mit diesem Versprechen bedankte sich Heiko Block, Präsident des Instituts für niederdeutsche Sprache (INS e.V.), bei den Vereinsmitgliedern für das einstimmige Votum, den Betrieb des INS fortzusetzen. Die Mitgliederversammlung hatte zuvor „grünes Licht“ gegeben, bei Bedarf auch einen Kredit auf das Vereinsvermögen aufzunehmen, um Gehälter und Betriebskosten für das Haus im Bremer Schnoor Anfang 2018 zu finanzieren.

 

„Nach der existenzbedrohenden Kündigung der Grundfinanzierung des INS durch die vier norddeutschen Küstenländer müssen wir neue Wege gehen, um unser länderübergreifendes Institut für die Zukunft fit zu machen. Für die Gestaltung dieses Übergangs steht der Verein mit seinem Vermögen, seinem Haus im Schnoor, ein“, so Heiko Block weiter. Mit dieser Entscheidung werden fünf Arbeitsplätze am INS vorerst gesichert.

Gleichzeitig bekräftigten die Mitglieder die Einladung an das in Gründung befindliche „Länderzentrum für Niederdeutsch“, sich ebenfalls im Haus im Schnoor anzusiedeln. „Plattdeutsch braucht in Bremen eine einzige Adresse. Und diese Adresse kann nur das Haus sein, in dem heute schon unsere Bibliothek zu Hause ist“, betont Heiko Block. Mit über 35.000 Medieneinheiten ist die Bibliothek des INS die größte Sammlung historischer und aktueller plattdeutscher Literatur. Die derzeit diskutierte Einmietung des Länderzentrums an der Uni Bremen mache keinen Sinn.

Mit der Entscheidung für den weiteren Betrieb wird das INS jetzt Projekte für die Förderung des Plattdeutschen und für den Ausbau seiner Bibliothek entwickeln. Sie sollen über Fördermittel des Bundes und einzelner Länder finanziert werden. Aber auch Spenden und Sponsorengelder sind in der angespannten Finanzsituation äußerst wichtig.

 

Hintergrund:

Der 1973 in Bremen gegründete Verein Institut für niederdeutsche Sprache e.V. (INS) betreibt seit 1974 ein staatlich gefördertes Institut für den Erhalt und Ausbau des Niederdeutschen. Die Länder Bremen, Hamburg, Niedersachen und Schleswig-Holstein haben die institutionelle staatliche Förderung mit Wirkung zum 31.12.2017 gekündigt. Der Betrieb des Instituts wird deshalb ab 2018 aus Mitgliedsbeiträgen, einem Beitrag des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe, aus Spenden und aus Projektmitteln finanziert.

Die norddeutschen Bundesländer planen zurzeit die Gründung eines „Länderzentrums für Niederdeutsch“ mit Sitz in Bremen in Form einer gemeinnützigen GmbH.

(INS-Pressedienst)

 

Quelle: http://nachrichten.plattnet.de vom 23.10.2017

 

 

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Neues Länderzentrum für Niederdeutsch gegründet:

Nordländer stellen die Förderung der niederdeutschen Sprache auf stabile Füße

KIEL. Die Länder Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bremen gründen ein "Länderzentrum für Niederdeutsch" als gemeinsame Gesellschaft (GmbH). Dieses wird zum 1. Januar 2018 seine Arbeit aufnehmen. Der Sitz des Länderzentrums für Niederdeutsch wird in Bremen sein. Von dort aus sollen Schutz, Erhalt und Weiterentwicklung der niederdeutschen Sprache künftig länderübergreifend koordiniert und hierbei Verbände, Ehrenamtliche und wissenschaftliche Institutionen eng eingebunden werden. "Die Stärkung und Weiterentwicklung des Niederdeutschen ist uns ein großes Anliegen. Um die wichtige Arbeit zum Erhalt des Niederdeutschen fortzusetzen werden wir gemeinsam eine neue leistungsstarke und länderübergreifende Koordinierungs- und Netzwerkstelle einrichten. Ich bin überzeugt, dass dadurch in Norddeutschland ein engerer Schulterschluss in der inhaltlichen Kooperation gelingt  und insbesondere auch das ehrenamtliche Engagement in den Ländern gezielter unterstützt werden wird", sagte Schleswig-Holsteins Kulturministerin Karin Prien am Freitag (13. Oktober) in Kiel.

Die Länder Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg und Bremen leisten die Förderung der niederdeutschen Sprache auf Basis der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen. Das Länderzentrum soll maßgeblich in den Handlungsfeldern Bildung, Kultur, der Dokumentation und einem anwendungsorientierten Transfer aus der Wissenschaft tätig werden. Es soll sich zudem in übergreifende Themen und ins öffentliche Leben einbringen, wenn niederdeutsche Interessen berührt sind, sowie zeitgemäße Formate zur Vermittlung des Niederdeutschen entwickeln. Ebenso soll es eine enge Verzahnung zu den politischen Vertretern und Vertreterinnen in Bund und Ländern sowie den Mitgliedern des Bundesrats für Niederdeutsch geben.

Alle vier Länder halten dieselben Anteile an der neuen Gesellschaft und nehmen ihre fachliche Verantwortung in einem Aufsichtsrat gemeinsam und gleichberechtigt war. Zudem wird ein Beirat gebildet, in dem die Sprechergruppen, der Bund und auch der Bundesrat für Niederdeutsch beteiligt werden sollen. Finanziert wird das Länderzentrum für Niederdeutsch von den vier Ländern, die hierfür jährlich insgesamt 271.000 Euro zur Verfügung stellen. Als Personal sind neben einer/einem Geschäftsführer/in ein/e wissenschaftliche Mitarbeiter/in und eine Mitarbeiter/in für Verwaltung und Öffentlichkeitsarbeit vorgesehen.

(Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (MBWK) – Schleswig-Holstein)

 

Quelle: Nieges vun PLATTNET.de Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! vom 14.10.2017

 

 

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letzte Aktualisierung: 30.09.2017

 

 

Was wird aus dem INS in Bremen?

Öffentliche Diskussion bei Radio Bremen

 

(PN) Seit über einem Jahr hängt das Damoklesschwert über dem Institut für niederdeutsche Sprache. Dass es in Zukunft ein als gemeinnützige GmbH organisiertes Länderzentrum geben wird, ist inzwischen beschlossene Sache der geldgebenden Bundesländer. Aber wie geht es weiter?

Mit einer öffentlichen Diskussion in den Räumen des INS im Bremer Schnoor versuchte Radio Bremen (Bremen Zwei unterwegs) Licht in das Dunkel zu bringen – mit mäßigem Erfolg.

Diskussion und journalistische Aufarbeitung hier zum Nachhören:

http://www.radiobremen.de/bremenzwei/veranstaltungen/bremen-zwei-unterwegs/niederdeutsche-sprache100.html

 

40 Jahre lang haben Bremen, Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein dem Institut für niederdeutsche Sprache e.V. (INS) mit Sitz in Bremen das finanzielle Fundament gestellt. Zum Jahresende allerdings läuft das Abkommen darüber aus. Als Hintergrund ihrer Entscheidung verwiesen die vier Geber-Länder vor gut einem Jahr auf einen rasanten demografischen Wandel, eine sich immer schneller verändernde Mediengesellschaft und unterschiedliche regionale Besonderheiten.

Sie wollen die Förderung des Niederdeutschen auf neue Füße stellen. Ein als gemeinnützige GmbH organisiertes Länderzentrum soll diese Aufgabe ab Januar 2018 übernehmen. Die jährlichen Fördergelder, die bislang das INS erhielt, sollen künftig dem Länderzentrum zugutekommen. Inwiefern das INS, dessen Mitarbeitende und die Bibliothek mit rund 30.000 Medien Teil der neuen Niederdeutsch-Förderung sein werden, ist bislang noch offen. Kritiker fürchten um den sicheren Erhalt der niederdeutschen Sprache. (Radio Bremen) – Foto: Radio Bremen

 

Quelle: Nieges vun PLATTNET.de Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Rundschreiben vom 21.09.2017

 

 

 

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31.12.2016

 

Der Niederdeutsche Bühnenbund möchte sich erweitern

Die vielen Theatergruppen, die es bei uns im Landkreis Harburg gibt, sind seit vielen Jahren völlig unabhängig aktiv. Das ist in anderen Gegenden Niedersachsens ganz anders. In Oldenburg und Ostfriesland beispielsweise sind die meisten Laienbühnen Mitglieder im Niederdeutschen Bühnenbund Niedersachsen und Bremen e. V.. Diese Vereinigung wird vom Land Niedersachsen finanziell gefördert; ab 2018 soll die Förderung sogar um 15% angehoben werden. Beispielsweise

wird damit die Aus- und Fortbildung von Spielleitern der Bühnen ermöglicht, die dem Bühnenbund angeschlossen sind.

Außerdem gibt es Gemeinschaftsproduktionen wie beispielsweise das Stück „Fastbunnen“, das als Jugendinszenierung an 15 Standorten der Bühnen gespielt wird. Auf der Herbsttagung 2016 in Wiesmoor wurde beschlossen, die Aufnahmebedingungen so zu ändern, dass eine flächenmäßige Erweiterung des Bühnenbundes ermöglicht wird. Außerdem soll zukünftig der Vorstand durch einen Jugendvertreter ergänzt werden.

Jedes Jahr wird ein Jugendtheaterfestival organisiert und für 2018 ist ein Theaterfestival für „Neue Niederdeutsche Dramatik“ in Cuxhaven geplant. Jedes Jahr werden außerdem vom Bühnenbund acht bis zehn Seminare durchgeführt, wodurch unter professioneller Leitung die Qualität der Bühnenarbeit gesichert und gefördert wird.

Es würde sich vielleicht lohnen, einmal Kontakt zum Niederdeutschen Bühnenbund Niedersachsen und Bremen e. V. aufzunehmen. Gerade wenn es Nachwuchsprobleme geben sollte, können neue Ideen nicht schaden, und die Beiträge für die Mitgliedschaft dürften leicht verkraftbar sein.

Weitere Informationen findet man unter www.buehnenbund.de

 

 

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+++ wichtig +++ wichtig +++ wichtig +++

Nutzen Sie die Möglichkeit, mit dem unten genannten Link Ihre Eingabe online zu formulieren!!!

Die Frist für die Petition wurde verlängert, sie endet nun am 21. Januar 2017!!!

 

Online-Petition zum Erhalt des INS

Unterstützer des Instituts für niederdeutsche Sprache (INS) starten Unterschriftenaktion

Um ihrer Forderung nach Erhalt des Instituts für Niederdeutsche Sprache in Bremen (INS) Nachdruck zu verleihen, haben engagierte Unterstützer eine Online-Petition gestartet, über die mit einer Unterschriftensammlung und entsprechenden begleitenden Kommentaren erreicht werden soll, dass die gemeinsame finanzielle Förderung des INS durch die Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein über das Jahr 2017 hinaus beibehalten wird. Diese hatten angekündigt, ihre Zuwendungen zum Ende 2017 einzustellen. 

Initiator der Petition ist der Verein „De Plattdüütschen“ e.V. in 21709 Düdenbüttel. Entsprechend ist sie an das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur gerichtet:

„Wir haben erfahren, dass das Land Niedersachsen die Zahlung der Fördermittel für das Institut für niederdeutsche Sprache in Bremen zum 31.12.2017 einzustellen will.

Wir bitten Sie, dieses rückgängig zu machen und bitten Sie nachdrücklich, die Finanzierung des Instituts für niederdeutsche Sprache in Bremen über den 31.12.2017 mit den anderen Ländern Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein sicherzustellen.

Begründung:

Das Institut für niederdeutsche Sprache erfüllt zentrale Aufgaben für den Erhalt und die Förderung des Niederdeutschen:

• als zentrales Informations- und Dokumentationszentrums für Niederdeutsche unter Berücksichtigung alter und neuer Medien,

• durch ein Beratungs- und Koordinationsangebot für die Vermittlung von Niederdeutsch insbesondere für Schulen, Kindergärten und andere Bildungseinrichtungen,

• durch Förderung der niederdeutschen Kulturlandschaft, insbesondere im Hinblick auf die jüngere Generation,

• durch Förderung von Aktivitäten zum Gebrauch des niederdeutschen in verschiedenen Berufsfeldern wie Seelsorge, Gesundheitswesen, Alten- und Krankenpflege, Tourismus und Journalismus,

• durch Vernetzung von Institutionen und Personen aus Wissenschaft, Kultur, Medien, Politik

• als Interessenvertretung für Niederdeutsch in Politik und Gesellschaft, insbesondere im Prozess zur Umsetzung der Europäischen Charta für Regional- und Minderheitensprachen.

Diese ganzen Aufgaben lassen sich nicht ohne Weiteres auf andere Institutionen übertragen. Eine Zerschlagung der existierenden Strukturen würde die Förderung des Niederdeutschen schwer schädigen.

Eine Fortexistenz des Instituts für niederdeutsche Sprache als eine einzigartige Institution, die im gesamten Sprachraum tätig ist, ist für eine erfolgreiche umfassende Förderung des niederdeutschen unabdingbar.“

Düdenbüttel, 18.10.2016

Unterzeichner aus ganz Deutschland und weiteren mehr als 15 Staaten haben bereits ihre Unterstützung kundgetan. Es ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Tagen die 1000. Unterschrift geleistet werden wird. Die Initiatoren erhoffen sich darüber hinaus eine anhaltend große Resonanz auf ihre Aktion.

Die Online-Petition ist über folgenden Link erreichbar (aktiv bis 17.12.2016). 

https://www.openpetition.de/petition/online/erhaltung-des-instituts-fuer-niederdeutsche-sprache-ins

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Aktualisiert: 16.06.2016

 

 

Woans süht dat ut mit dat Plattdüütsche?

Institut für niederdeutsche Sprache (INS) und Institut für Deutsche Sprache (IDS) starten Umfrage

(ins-presse) In dieser Woche startet eine repräsentative Telefonumfrage über die Verbreitung des Niederdeutschen. Daneben geht es auch um die Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger gegenüber dieser Regionalsprache. In Auftrag gegeben hat die Studie das Institut für niederdeutsche Sprache (INS), das gemeinsam mit dem Institut für Deutsche Sprache (IDS) ein Forschungsprojekt zum Sprachlagenspektrum in Norddeutschland durchführt. Gefördert wird das Projekt durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

Innerhalb der nächsten Wochen werden durch die Forschungsgruppe Wahlen insgesamt 1.600 Personen ab 16 Jahren aus dem gesamten niederdeutschen Raum zum Plattdeutschen befragt. Angerufen werden also Menschen aus den Bundesländern Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.

Die Umfrage hat zum einen das Ziel, herauszufinden, wie gut die Menschen Platt sprechen und verstehen können und in welchen Umgebungen es verwendet wird: Wo kommt man heutzutage im Alltag mit Plattdeutsch in Berührung? Hören die Menschen aus Norddeutschland z.B. plattdeutsche Sendungen im Radio oder schauen sie solche im Fernsehen? Und wird auch das Internet in irgendeiner Form genutzt, um Plattdeutsches zu lesen oder zu hören, womöglich auch zu lernen?

Zum anderen stehen die Vorstellungen und Ansichten der Norddeutschen über die Regionalsprache im Zentrum des Interesses: Was verbinden sie mit dem Plattdeutschen? Wird die Sprache als Identitätsfaktor gewertet? Und wird sie als Kulturgut angesehen, das es zu schützen gilt?

Die letzte Umfrage dieser Art fand 2007 statt. Ein Vergleich mit diesen Datensätzen soll Aufschluss über vergangene und künftige Entwicklungen des Plattdeutschen liefern. „Nur wenn bekannt ist, wie die Menschen das Plattdeutsche betrachten und wo sie Handlungsbedarf für die Förderung des Niederdeutschen sehen, lässt sich eine effektivere Sprachenpolitik im Sinne der ‘Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen’ betreiben“, so Projektleiter Reinhard Goltz.

Erste Ergebnisse der Erhebung werden im Herbst präsentiert werden können.

(Institut für niederdeutsche Sprache – http://www.ins-bremen.de/">www.ins-bremen.de)

Besöök ok http://www.facebook.com/PLATTNET.de http://www.facebook.com/PLATTNET.de">http://www.facebook.com/PLATTNET.de un wies uns, dat di PLATTNET.de behagen deit!

 

 

 

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Aktualisiert: 07.06.2016

 

Institut für niederdeutsche Sprache in Gefahr!

(ins-presse) Vor drei Wochen haben die Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein erklärt, sie würden die institutionelle Förderung für das Institut für niederdeutsche Sprache zum Ende des Jahres 2017 einstellen. Dieser Angriff trifft die plattdeutsche Sprachgemeinschaft; dabei geht es um eine Gesamtsumme von insgesamt weniger als 300.000 Euro pro Jahr. Nun wenden sich die Institutsleitung und die Mitglieder des Trägervereins mit einem dringenden Appell an die Ministerpräsidenten und Bürgermeister der norddeutschen Bundesländer: Das Institut für niederdeutsche Sprache muss erhalten bleiben!

Das in Bremen ansässige Institut genießt hohes Ansehen und seine Leistungsbilanz ist bemerkenswert. So gehen viele Impulse für Platt im Kindergarten, in der Schule oder in Pflegeberufen auf das INS zurück. Als kompetente Anlaufstelle für Bürger, Theatergruppen, Musiker, Kulturverbände, Schriftsteller, Wissenschaftler, Studenten und Journalisten hat sich die Einrichtung weit über Norddeutschland hinaus einen Namen gemacht. Bei den Plattdeutsch-Akteuren ist man sich sicher: Das Institut wird gebraucht! Eine Kündigung gefährdet das Herzstück plattdeutscher Sprach- und Kulturarbeit – und das in einer Zeit, in der überall in Norddeutschland Ansätze zur Stärkung der Regionalsprache zu erkennen sind.

Doon is en Ding! – so heißt es treffend auf Platt. Hier ist zunächst die Politik gefragt, in einen konstruktiven Dialog zu treten, weil in den Fraktionen, den Parlamenten und den Ministerien sprachpolitische Entscheidungen getroffen werden. Doch der Aufruf richtet sich nicht zuletzt auch an die Plattsprecher und an die Befürworter kultureller Vielfalt und gelebter Mehrsprachigkeit. Sie sind ganz besonders aufgefordert, sich für den Erhalt „ihres“ Instituts einzusetzen.

Auf der Jahresversammlung des INS wurde eine Resolution beschlossen, siehe Text unten.

Weitere Informationen gibt das Institut für niederdeutsche Sprache e.V., Tel.: 0421/324535, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

Resolution:

Das Institut für niederdeutsche Sprache muss eine Zukunft haben
Mit Schreiben vom 10. Mai 2016 haben die Bundesländer Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein dem Institut für niederdeutsche Sprache mitgeteilt, dass sie den seit 1979 gültigen Finanzierungsvertrag für das INS zum Ende des Jahres 2017 zu kündigen beabsichtigen. Das Präsidium, der Vorstand und die Mitgliederversammlung des Instituts für niederdeutsche Sprache e. V. fordern die Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein auf, die Finanzierung des INS über das Jahr 2017 hinaus sicherzustellen.


Zur Begründung:
Das INS erfüllt seit mehr als vier Jahrzehnten die Aufgaben einer zentralen Anlaufstelle für alle Fragen, die das Niederdeutsche betreffen. Solche Anliegen kommen von interessierten Bürgerinnen und Bürgern, von Vereinen und Verbänden, von den Medien, von Schulen und anderen Bildungsträgern, aus der Wissenschaft sowie nicht zuletzt von der Politik. In dieser Zeit hat das INS wesentlich dazu beigetragen, den Stellenwert des Niederdeutschen als lebendige Regionalsprache, als Kultursprache und als unverzichtbares Element norddeutscher Identität zu erhalten und zu verbessern. Bei allen Aktivitäten stehen der Sprachausbau und das Sprachbewusstsein im Vordergrund. In den Anfangsjahren galt es zunächst, Grundlagen für ein differenziertes Bild des Niederdeutschen zu schaffen. So entstanden Wörterbücher, die erste überregionale wissenschaftliche Grammatik und nicht zuletzt Nachschlagewerke zu Autoren und Bühnenstücken. Schon früh erzeugte das INS Aufmerksamkeit über einen eigenen Pressedienst, der regelmäßig niederdeutsche Themen für die Medien aufbereitete.

 

Die Aufgaben des INS sind überregionaler Art. Die hier gebotene Expertise kann von keiner anderen Einrichtung wahrgenommen werden. Das Institut ist längst eine anerkannte Vermittlungsinstanz zwischen der Wissenschaft und den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger. Denn bei aller notwendigen regionalen Differenzierung gibt es mit Blick auf die sprachlichen und kulturellen Gegebenheiten viele Gemeinsamkeiten und Interessen in allen norddeutschen Bundesländern. Mittlerweile hat sich das INS stärker zu einem modernen Dienstleister entwickelt. So bietet es mit seiner Homepage Interessierten ein aktuelles und grundlegendes Informationsportal: Neben Auskünften zum plattdeutschen Kulturleben und Literaturaufkommen stehen diverse Datenbanken zur Verfügung, so auch über den Bibliotheksbestand. Das INS unterhält die größte plattdeutsche Bibliothek einschließlich neuer Medien, auf dessen Grundlage die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre auf Sprache und Kultur gerichtete Informations- und Beratungstätigkeit sachgerecht verrichten können.

 

Das INS ist ein starker Mitspieler in einem vielschichtigen Netzwerk plattdeutscher Aktivitäten. Die Schwerpunkte der Arbeit liegen seit einigen Jahren im Bildungsbereich. So war das INS maßgeblich an der Erarbeitung von Lehrplänen, Schulbüchern und Lehrerhandreichungen sowie an der Konzeption und Durchführung von Maßnahmen der Lehrerfortbildung beteiligt. Nur aufgrund der Kompetenzen und Erfahrungen des INS konnten Synergieeffekte zwischen den Ländern genutzt werden.

 

Das INS hat das Thema „Platt im Kindergarten“ ebenso befördert wie „Plattdeutsch in der Kranken- und Altenpflege“. Formate, die insbesondere auf junge Menschen abzielen, wie „Platt is cool“ und „Platt Sounds“ begleitet das INS von Anbeginn. Im Hochschulbereich sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des INS damit befasst, Studienrenden die niederdeutsche Sprache als wissenschaftlichen Gegenstand näherzubringen, und zwar in Form von Lehrveranstaltungen wie auch im Zuge von Praktika. Durch seine enge Zusammenarbeit mit zahlreichen Akteuren im gesamten niederdeutschen Sprachgebiet kennt das INS aktuelle Entwicklungen und kann Erfahrungen bündeln und weitergeben.

Die Tel. 0421 - 324535 . Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | www.ins-bremen.de
Präsident: Dirk Römmer. Vorstand: Dr. Reinhard Goltz
Bankverbindung: Die Sparkasse Bremen . IBAN: DE69 2905 0101 0001 1011 04

 

Tatsache, dass der Orientierungsrahmen nicht durch Bundeslandgrenzen eingeschränkt wird, ist z. B. förderlich für die Projekte, die das INS mithilfe von Bundesförderungen durchführt. Das Spektrum reicht von Angeboten auf der Homepage über die Schulung von Theaterautoren bis hin zur Erarbeitung eines Plattdeutsch-Lehrbuches für Erwachsene. Als Kooperation zwischen dem INS und dem Institut für Deutsche Sprache (IDS) läuft zurzeit eine repräsentative Umfrage zum Stand des Niederdeutschen. In diesem Projekt werden Daten ermittelt, die nicht zuletzt eine statistisch gesicherte Grundlage für alle Sprachfördermaßnahmen in den einzelnen Bundesländern liefern. Auch die plattdeutsche Kulturszene nimmt regelmäßig und selbstverständlich die Kompetenzen des INS in Anspruch. Dies dokumentiert etwa der erfolgreiche Antrag des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen zur Aufnahme des niederdeutschen Bühnenspiels in die deutsche UNESCO-Liste für das immaterielle Kulturerbe.

Bei allen Aktivitäten des INS steht die Zukunftsfähigkeit der Regionalsprache Niederdeutsch im Mittelpunkt; dabei geraten solche Aufgaben in den Blick, die durch die Europäische Sprachencharta gestellt werden. Auf der politischen Ebene ist dafür eine Verankerung etwa in den Niederdeutsch-Beiräten in den einzelnen Bundesländern unverzichtbar. Gleiches gilt für den Europarat und seine Sprachencharta-Sektion sowie für diverse Niederdeutsch-Gremien beim Bund und nicht zuletzt für eine enge Zusammenarbeit mit dem Minderheitensekretariat in Berlin. Im Bundesraat för Nedderdüütsch übernimmt das INS zentrale sprachpolitische Aufgaben; dazu gehört die Geschäftsführung dieser länderübergreifenden Interessenvertretung der niederdeutschen Sprachgruppe. Diese Tätigkeiten verlaufen zumeist außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung – gleichwohl profitieren die Plattsprecher überall in Norddeutschland von den Ergebnissen dieser
sprachpolitischen Basisarbeit.

 

Aufruf
Bereits in den letzten Jahren reichte die finanzielle Ausstattung des INS kaum hin, um den vielfältigen Aufgaben gerecht zu werden. Unabweisbar aber bleibt die Notwendigkeit, das INS als Auskunft und Impuls gebende Einrichtung zu erhalten und auszubauen. Die Gremien des INS fordern daher die Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein auf, die Aufkündigung des geltenden Vertrags nicht umzusetzen und in ein gemeinsames Gespräch über eine Neuaufstellung der Finanzierung des INS einzutreten.
Schutz und Förderung der niederdeutschen Sprache ist zweifelsohne eine norddeutschlandweite, wenn nicht eine nationale Aufgabe. Diese kann von vier, sie kann aber auch von allen acht Bundesländern, in denen Niederdeutsch gesprochen wird, geleistet werden. Präsidium und Vorstand des INS standen und stehen jederzeit für einen konstruktiven Dialog zur Verfügung.

 

Präsidium und Vorstand des Instituts für niederdeutsche Sprache e. V.

 

Bremen, 7. Juni 2016