FÖR PLATT e. V.

Plattdeutsch aktiv an die nächste Generation weitergeben

Snackt mehr Platt!
Plattdüütsch mutt blieben!

 

letzte Aktualisierung: 09.01.2017

 

Plattdeutsch lernen

 

Volkshochschule Buxtehude

Anmeldungen: VHS Buxtehude, Bertha-von-Suttner-Allee 9,

21614 Buxtehude; Tel. 04161 7434-21, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Apensen

Montag, 13. Februar, 19:30 - 21:00 Uhr

Plattdüütsch för Anfänger A1 Volkshochschulkurs mit Renate Albers

montags (8x), 16 UStd., 57 €, max. 10 Teiln.

Oberschule Apensen

 

Kreisvolkshochschule Landkreis Harburg

Anmeldungen:

ab Januar 2017 bei der KVHS Landkreis Harburg, St.-Barbara-Weg 1, 21423 Winsen (Luhe)

oder Schulkamp 11a, 21220 Seevetal-Maschen.

Ein Lehrbuch kann am ersten Kursabend für 10 € erworben werden.

 

Stelle

Mittwoch, 15. Februar, 18:00 - 19:30 Uhr

Plattdeutsch Grundstufe A1.2 Kreisvolkshochschulkurs mit Hartmut Großmann

für Teilnehmende mit geringen Vorkenntnissen (V23 E081)

mittwochs, 20 UStd., 10 Termine, 72 €

Schule am Buchwedel, Raum 2.26, Stelle

 

Stelle

Mittwoch, 15. Februar, 19:45 - 21:15 Uhr

Plattdeutsch Grundstufe A2

Kreisvolkshochschulkurs mit Hartmut Großmann

für Teilnehmende mit Vorkenntnissen (V23 E082)

mittwochs, 10 UStd., 5 Termine, 36 €

Schule am Buchwedel, Raum 2.26, Stelle

 

Stelle

Mittwoch, 22. März, 19:45 - 21:15 Uhr

Mit Plattdüütsch in‘t Fröhjohr; Geschichten, Leder un Riemels. Lesen, Singen, Snacken un Spelen.

Kreisvolkshochschulkurs mit Hartmut Großmann

für Teilnehmende mit Vorkenntnissen (V23 E083)

mittwochs, 10 UStd., 5 Termine, 36 €

Schule am Buchwedel, Raum 2.26, Stelle

 

Tostedt

Montag, 20. Februar, 19:30 – 21:00 Uhr

Plattdeutsch Grundstufe A1.1 Kreisvolkshochschulkurs mit Günter Sepp

für Teilnehmende ohne Vorkenntnisse

montags, 12 UStd., 6 Termine, 44 €

Heimathaus Heimatverein e. V., Tostedt

 

 

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aktualisiert: 31.12.2016

 

 

Föfftig Johr Plattdüütsche Runn in Harmstörp

Al 1965 un 1966 sünd en poor Plattdüütsche mit Henry Rathjen ut Bendstörp un Otto Drewes, den Heideschoolmester ut Hittfeld, vun de Volkshoochschool Jesborg ut över de Dörper föhrt un hebbt dor

de ole Heimatspraak pleegt. 1967 hebbt se sik denn in Harmstörp as fasten Krink, de „PlattdüütscheRunn“, tohoopsett.

Jeden eersten Maandag in‘n Maand dreept se sik siet düsse Tiet in Maacks Gasthuus. Annchen Kopelke ut Jesborg un Luise Hering ut Emmelndörp sünd jümmers noch dorbi.

 

Bi de Lannesgoornschau in Winsen 2006 hebbt se ok düchtig mitmaakt un Sketche upföhrt.Vun 2008 an gifft dat Kuntakten na de „Plattsnackers vun Wismar“, un se hebbt sik al en poormalgegensiedig besöcht. Bi de Plattdüütsch Weken un ok to anner Tieden laadt se geern Schölers in,de bi dat Wettlesen vun de Scholen mitmaakt hebbt.

För Lüüd, de sik nich ganz seker in de plattdüütsch Spraak föhlt, hett Günter Sepp ut Wist Kurse anbaden, de geern annahmen worden sünd.

 

Vele intressante Gäst hebbt se in all de Johren inlaadt: Frauke Petershagen, Annetta Schulz,Ursula Hinrichs, Walter Marquardt, Dr. Heinz Harms, Hartmut Großmann, Erdmann Menckeun annere ut unsen Landkreis, aver ok Christa Heise-Batt, Sandra Keck un Bolko Bullerdiek ut Hamborg un Grete Hoops ut Tarmstedt. Dormit is de List noch lang nich to Enn.

 

Vun 2014 an sünd föffteihn Lüüd ut de Runn dorbi, jedet Johr en Schaddenspeel to Wiehnachten intoöben un uptoföhrn: „De wiede Weg no Bethlehem“. Dat hebbt se ok al woanners upföhrt,

to‘n Bispeel in‘t Heidehuus Jesborg, bi de Karkengemeen un bi de Landfroons in Hittfeld un in de Watermöhl Karoxbostel.

 

De Runn mit mehr as föfftig Lüüd kiekt mit Tovertruun in de Tokunft. „Mit veel Freid warrt wi uns ok wiederhen för uns Heimatspraak insetten“, seggt Luise Hering, de al vele Johrn dat Leit vun de Runn hettun de al düchtig dorbi is, dat Jubiläum „50 Johr Plattdüütsche Runn Harmstörp““ vörtobereiden, dat an’n Sünnavend, den 13. Mai 2017 Klock half acht mit Walter Marquardt un de Imbeeker Heckenrosen in Maacks Gasthuus düchtig fiert warrn schall.

 

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31.12.2016

 

Der Niederdeutsche Bühnenbund möchte sich erweitern

Die vielen Theatergruppen, die es bei uns im Landkreis Harburg gibt, sind seit vielen Jahren völlig unabhängig aktiv. Das ist in anderen Gegenden Niedersachsens ganz anders. In Oldenburg und Ostfriesland beispielsweise sind die meisten Laienbühnen Mitglieder im Niederdeutschen Bühnenbund Niedersachsen und Bremen e. V.. Diese Vereinigung wird vom Land Niedersachsen finanziell gefördert; ab 2018 soll die Förderung sogar um 15% angehoben werden. Beispielsweise

wird damit die Aus- und Fortbildung von Spielleitern der Bühnen ermöglicht, die dem Bühnenbund angeschlossen sind.

Außerdem gibt es Gemeinschaftsproduktionen wie beispielsweise das Stück „Fastbunnen“, das als

Jugendinszenierung an 15 Standorten der Bühnen gespielt wird. Auf der Herbsttagung 2016 in Wiesmoor wurde beschlossen, die Aufnahmebedingungen so zu ändern, dass eine flächenmäßige Erweiterung des Bühnenbundes ermöglicht wird. Außerdem soll zukünftig der Vorstand durch einen

Jugendvertreter ergänzt werden.

Jedes Jahr wird ein Jugendtheaterfestival organisiert und für 2018 ist ein Theaterfestival für „Neue Niederdeutsche Dramatik“ in Cuxhaven geplant. Jedes Jahr werden außerdem vom Bühnenbund

acht bis zehn Seminare durchgeführt, wodurch unter professioneller Leitung die Qualität der Bühnenarbeit gesichert und gefördert wird.

Es würde sich vielleicht lohnen, einmal Kontakt zum Niederdeutschen Bühnenbund Niedersachsen

und Bremen e. V. aufzunehmen. Gerade wenn es Nachwuchsprobleme geben sollte, können neue Ideen nicht schaden, und die Beiträge für die Mitgliedschaft dürften leicht verkraftbar sein.

Weitere Informationen findet man unter www.buehnenbund.de.

 

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+++ wichtig +++ wichtig +++ wichtig +++

Nutzen Sie die Möglichkeit, mit dem unten genannten Link Ihre Eingabe online zu formulieren!!!

 

Die Frist für die Petition wurde verlängert, sie endet nun am 21. Januar 2017!!!

 

Online-Petition zum Erhalt des INS

Unterstützer des Instituts für niederdeutsche Sprache (INS) starten Unterschriftenaktion

Um ihrer Forderung nach Erhalt des Instituts für Niederdeutsche Sprache in Bremen (INS) Nachdruck zu verleihen, haben engagierte Unterstützer eine Online-Petition gestartet, über die mit einer Unterschriftensammlung und entsprechenden begleitenden Kommentaren erreicht werden soll, dass die gemeinsame finanzielle Förderung des INS durch die Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein über das Jahr 2017 hinaus beibehalten wird. Diese hatten angekündigt, ihre Zuwendungen zum Ende 2017 einzustellen. 

Initiator der Petition ist der Verein „De Plattdüütschen“ e.V. in 21709 Düdenbüttel. Entsprechend ist sie an das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur gerichtet:

„Wir haben erfahren, dass das Land Niedersachsen die Zahlung der Fördermittel für das Institut für niederdeutsche Sprache in Bremen zum 31.12.2017 einzustellen will.

Wir bitten Sie, dieses rückgängig zu machen und bitten Sie nachdrücklich, die Finanzierung des Instituts für niederdeutsche Sprache in Bremen über den 31.12.2017 mit den anderen Ländern Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein sicherzustellen.

Begründung:

Das Institut für niederdeutsche Sprache erfüllt zentrale Aufgaben für den Erhalt und die Förderung des Niederdeutschen:

• als zentrales Informations- und Dokumentationszentrums für Niederdeutsche unter Berücksichtigung alter und neuer Medien,

• durch ein Beratungs- und Koordinationsangebot für die Vermittlung von Niederdeutsch insbesondere für Schulen, Kindergärten und andere Bildungseinrichtungen,

• durch Förderung der niederdeutschen Kulturlandschaft, insbesondere im Hinblick auf die jüngere Generation,

• durch Förderung von Aktivitäten zum Gebrauch des niederdeutschen in verschiedenen Berufsfeldern wie Seelsorge, Gesundheitswesen, Alten- und Krankenpflege, Tourismus und Journalismus,

• durch Vernetzung von Institutionen und Personen aus Wissenschaft, Kultur, Medien, Politik

• als Interessenvertretung für Niederdeutsch in Politik und Gesellschaft, insbesondere im Prozess zur Umsetzung der Europäischen Charta für Regional- und Minderheitensprachen.

Diese ganzen Aufgaben lassen sich nicht ohne Weiteres auf andere Institutionen übertragen. Eine Zerschlagung der existierenden Strukturen würde die Förderung des Niederdeutschen schwer schädigen.

Eine Fortexistenz des Instituts für niederdeutsche Sprache als eine einzigartige Institution, die im gesamten Sprachraum tätig ist, ist für eine erfolgreiche umfassende Förderung des niederdeutschen unabdingbar.“

Düdenbüttel, 18.10.2016

Unterzeichner aus ganz Deutschland und weiteren mehr als 15 Staaten haben bereits ihre Unterstützung kundgetan. Es ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Tagen die 1000. Unterschrift geleistet werden wird. Die Initiatoren erhoffen sich darüber hinaus eine anhaltend große Resonanz auf ihre Aktion.

Die Online-Petition ist über folgenden Link erreichbar (aktiv bis 17.12.2016). 

https://www.openpetition.de/petition/online/erhaltung-des-instituts-fuer-niederdeutsche-sprache-ins

 

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Aktualisiert: 17.11.2016

                                                                  

61. Ausschreibung des Freudenthal-Preises
(Freudenthal-Preis 2017)

Für das Jahr 2017 schreibt die Freudenthal-Gesellschaft e.V. erneut den Freudenthal-Preis für neue niederdeutsche Literatur aus. Der Preis ist mit 2.500 EURO ausgestattet. Außerdem wird eine Freudenthal-Anerkennung mit einem Preisgeld von 500 Euro vergeben.

Seit 1956 wird der mit jetzt 2.500 EURO dotierte Freudenthal-Preis für neue niederdeutsche Literatur ausgeschrieben. Außerdem gibt es eine Freudenthal-Anerkennung mit einem Preisgeld von 500 Euro. Der Preis ist die älteste kontinuierlich verliehene Auszeichnung für niederdeutsche Literatur. Ziel des Literaturwettbewerbes ist die Förderung niederdeutschen Schriftgutes.

Einsendeschluss ist der 31. Mai 2017.

Genaue Informationen unter http://www.freudenthal-gesellschaft.de/" (oben links: Der Freudenthal-Preis)

 

 

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Aktualisiert: 16.06.2016

 

 

Woans süht dat ut mit dat Plattdüütsche?

Institut für niederdeutsche Sprache (INS) und Institut für Deutsche Sprache (IDS) starten Umfrage

(ins-presse) In dieser Woche startet eine repräsentative Telefonumfrage über die Verbreitung des Niederdeutschen. Daneben geht es auch um die Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger gegenüber dieser Regionalsprache. In Auftrag gegeben hat die Studie das Institut für niederdeutsche Sprache (INS), das gemeinsam mit dem Institut für Deutsche Sprache (IDS) ein Forschungsprojekt zum Sprachlagenspektrum in Norddeutschland durchführt. Gefördert wird das Projekt durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

Innerhalb der nächsten Wochen werden durch die Forschungsgruppe Wahlen insgesamt 1.600 Personen ab 16 Jahren aus dem gesamten niederdeutschen Raum zum Plattdeutschen befragt. Angerufen werden also Menschen aus den Bundesländern Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.

Die Umfrage hat zum einen das Ziel, herauszufinden, wie gut die Menschen Platt sprechen und verstehen können und in welchen Umgebungen es verwendet wird: Wo kommt man heutzutage im Alltag mit Plattdeutsch in Berührung? Hören die Menschen aus Norddeutschland z.B. plattdeutsche Sendungen im Radio oder schauen sie solche im Fernsehen? Und wird auch das Internet in irgendeiner Form genutzt, um Plattdeutsches zu lesen oder zu hören, womöglich auch zu lernen?

Zum anderen stehen die Vorstellungen und Ansichten der Norddeutschen über die Regionalsprache im Zentrum des Interesses: Was verbinden sie mit dem Plattdeutschen? Wird die Sprache als Identitätsfaktor gewertet? Und wird sie als Kulturgut angesehen, das es zu schützen gilt?

Die letzte Umfrage dieser Art fand 2007 statt. Ein Vergleich mit diesen Datensätzen soll Aufschluss über vergangene und künftige Entwicklungen des Plattdeutschen liefern. „Nur wenn bekannt ist, wie die Menschen das Plattdeutsche betrachten und wo sie Handlungsbedarf für die Förderung des Niederdeutschen sehen, lässt sich eine effektivere Sprachenpolitik im Sinne der ‘Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen’ betreiben“, so Projektleiter Reinhard Goltz.

Erste Ergebnisse der Erhebung werden im Herbst präsentiert werden können.

(Institut für niederdeutsche Sprache – http://www.ins-bremen.de/">www.ins-bremen.de)

Besöök ok http://www.facebook.com/PLATTNET.de http://www.facebook.com/PLATTNET.de">http://www.facebook.com/PLATTNET.de un wies uns, dat di PLATTNET.de behagen deit!

 

 

 

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Aktualisiert: 07.06.2016

 

Institut für niederdeutsche Sprache in Gefahr!

(ins-presse) Vor drei Wochen haben die Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein erklärt, sie würden die institutionelle Förderung für das Institut für niederdeutsche Sprache zum Ende des Jahres 2017 einstellen. Dieser Angriff trifft die plattdeutsche Sprachgemeinschaft; dabei geht es um eine Gesamtsumme von insgesamt weniger als 300.000 Euro pro Jahr. Nun wenden sich die Institutsleitung und die Mitglieder des Trägervereins mit einem dringenden Appell an die Ministerpräsidenten und Bürgermeister der norddeutschen Bundesländer: Das Institut für niederdeutsche Sprache muss erhalten bleiben!

Das in Bremen ansässige Institut genießt hohes Ansehen und seine Leistungsbilanz ist bemerkenswert. So gehen viele Impulse für Platt im Kindergarten, in der Schule oder in Pflegeberufen auf das INS zurück. Als kompetente Anlaufstelle für Bürger, Theatergruppen, Musiker, Kulturverbände, Schriftsteller, Wissenschaftler, Studenten und Journalisten hat sich die Einrichtung weit über Norddeutschland hinaus einen Namen gemacht. Bei den Plattdeutsch-Akteuren ist man sich sicher: Das Institut wird gebraucht! Eine Kündigung gefährdet das Herzstück plattdeutscher Sprach- und Kulturarbeit – und das in einer Zeit, in der überall in Norddeutschland Ansätze zur Stärkung der Regionalsprache zu erkennen sind.

Doon is en Ding! – so heißt es treffend auf Platt. Hier ist zunächst die Politik gefragt, in einen konstruktiven Dialog zu treten, weil in den Fraktionen, den Parlamenten und den Ministerien sprachpolitische Entscheidungen getroffen werden. Doch der Aufruf richtet sich nicht zuletzt auch an die Plattsprecher und an die Befürworter kultureller Vielfalt und gelebter Mehrsprachigkeit. Sie sind ganz besonders aufgefordert, sich für den Erhalt „ihres“ Instituts einzusetzen.

Auf der Jahresversammlung des INS wurde eine Resolution beschlossen, siehe Text unten.

Weitere Informationen gibt das Institut für niederdeutsche Sprache e.V., Tel.: 0421/324535, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

Resolution:

Das Institut für niederdeutsche Sprache muss eine Zukunft haben
Mit Schreiben vom 10. Mai 2016 haben die Bundesländer Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein dem Institut für niederdeutsche Sprache mitgeteilt, dass sie den seit 1979 gültigen Finanzierungsvertrag für das INS zum Ende des Jahres 2017 zu kündigen beabsichtigen. Das Präsidium, der Vorstand und die Mitgliederversammlung des Instituts für niederdeutsche Sprache e. V. fordern die Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein auf, die Finanzierung des INS über das Jahr 2017 hinaus sicherzustellen.


Zur Begründung:
Das INS erfüllt seit mehr als vier Jahrzehnten die Aufgaben einer zentralen Anlaufstelle für alle Fragen, die das Niederdeutsche betreffen. Solche Anliegen kommen von interessierten Bürgerinnen und Bürgern, von Vereinen und Verbänden, von den Medien, von Schulen und anderen Bildungsträgern, aus der Wissenschaft sowie nicht zuletzt von der Politik. In dieser Zeit hat das INS wesentlich dazu beigetragen, den Stellenwert des Niederdeutschen als lebendige Regionalsprache, als Kultursprache und als unverzichtbares Element norddeutscher Identität zu erhalten und zu verbessern. Bei allen Aktivitäten stehen der Sprachausbau und das Sprachbewusstsein im Vordergrund. In den Anfangsjahren galt es zunächst, Grundlagen für ein differenziertes Bild des Niederdeutschen zu schaffen. So entstanden Wörterbücher, die erste überregionale wissenschaftliche Grammatik und nicht zuletzt Nachschlagewerke zu Autoren und Bühnenstücken. Schon früh erzeugte das INS Aufmerksamkeit über einen eigenen Pressedienst, der regelmäßig niederdeutsche Themen für die Medien aufbereitete.

 

Die Aufgaben des INS sind überregionaler Art. Die hier gebotene Expertise kann von keiner anderen Einrichtung wahrgenommen werden. Das Institut ist längst eine anerkannte Vermittlungsinstanz zwischen der Wissenschaft und den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger. Denn bei aller notwendigen regionalen Differenzierung gibt es mit Blick auf die sprachlichen und kulturellen Gegebenheiten viele Gemeinsamkeiten und Interessen in allen norddeutschen Bundesländern. Mittlerweile hat sich das INS stärker zu einem modernen Dienstleister entwickelt. So bietet es mit seiner Homepage Interessierten ein aktuelles und grundlegendes Informationsportal: Neben Auskünften zum plattdeutschen Kulturleben und Literaturaufkommen stehen diverse Datenbanken zur Verfügung, so auch über den Bibliotheksbestand. Das INS unterhält die größte plattdeutsche Bibliothek einschließlich neuer Medien, auf dessen Grundlage die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre auf Sprache und Kultur gerichtete Informations- und Beratungstätigkeit sachgerecht verrichten können.

 

Das INS ist ein starker Mitspieler in einem vielschichtigen Netzwerk plattdeutscher Aktivitäten. Die Schwerpunkte der Arbeit liegen seit einigen Jahren im Bildungsbereich. So war das INS maßgeblich an der Erarbeitung von Lehrplänen, Schulbüchern und Lehrerhandreichungen sowie an der Konzeption und Durchführung von Maßnahmen der Lehrerfortbildung beteiligt. Nur aufgrund der Kompetenzen und Erfahrungen des INS konnten Synergieeffekte zwischen den Ländern genutzt werden.

 

Das INS hat das Thema „Platt im Kindergarten“ ebenso befördert wie „Plattdeutsch in der Kranken- und Altenpflege“. Formate, die insbesondere auf junge Menschen abzielen, wie „Platt is cool“ und „Platt Sounds“ begleitet das INS von Anbeginn. Im Hochschulbereich sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des INS damit befasst, Studienrenden die niederdeutsche Sprache als wissenschaftlichen Gegenstand näherzubringen, und zwar in Form von Lehrveranstaltungen wie auch im Zuge von Praktika. Durch seine enge Zusammenarbeit mit zahlreichen Akteuren im gesamten niederdeutschen Sprachgebiet kennt das INS aktuelle Entwicklungen und kann Erfahrungen bündeln und weitergeben.

Die Tel. 0421 - 324535 . Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | www.ins-bremen.de
Präsident: Dirk Römmer. Vorstand: Dr. Reinhard Goltz
Bankverbindung: Die Sparkasse Bremen . IBAN: DE69 2905 0101 0001 1011 04

 

Tatsache, dass der Orientierungsrahmen nicht durch Bundeslandgrenzen eingeschränkt wird, ist z. B. förderlich für die Projekte, die das INS mithilfe von Bundesförderungen durchführt. Das Spektrum reicht von Angeboten auf der Homepage über die Schulung von Theaterautoren bis hin zur Erarbeitung eines Plattdeutsch-Lehrbuches für Erwachsene. Als Kooperation zwischen dem INS und dem Institut für Deutsche Sprache (IDS) läuft zurzeit eine repräsentative Umfrage zum Stand des Niederdeutschen. In diesem Projekt werden Daten ermittelt, die nicht zuletzt eine statistisch gesicherte Grundlage für alle Sprachfördermaßnahmen in den einzelnen Bundesländern liefern. Auch die plattdeutsche Kulturszene nimmt regelmäßig und selbstverständlich die Kompetenzen des INS in Anspruch. Dies dokumentiert etwa der erfolgreiche Antrag des Niederdeutschen Bühnenbundes Niedersachsen und Bremen zur Aufnahme des niederdeutschen Bühnenspiels in die deutsche UNESCO-Liste für das immaterielle Kulturerbe.

Bei allen Aktivitäten des INS steht die Zukunftsfähigkeit der Regionalsprache Niederdeutsch im Mittelpunkt; dabei geraten solche Aufgaben in den Blick, die durch die Europäische Sprachencharta gestellt werden. Auf der politischen Ebene ist dafür eine Verankerung etwa in den Niederdeutsch-Beiräten in den einzelnen Bundesländern unverzichtbar. Gleiches gilt für den Europarat und seine Sprachencharta-Sektion sowie für diverse Niederdeutsch-Gremien beim Bund und nicht zuletzt für eine enge Zusammenarbeit mit dem Minderheitensekretariat in Berlin. Im Bundesraat för Nedderdüütsch übernimmt das INS zentrale sprachpolitische Aufgaben; dazu gehört die Geschäftsführung dieser länderübergreifenden Interessenvertretung der niederdeutschen Sprachgruppe. Diese Tätigkeiten verlaufen zumeist außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung – gleichwohl profitieren die Plattsprecher überall in Norddeutschland von den Ergebnissen dieser
sprachpolitischen Basisarbeit.

 

Aufruf
Bereits in den letzten Jahren reichte die finanzielle Ausstattung des INS kaum hin, um den vielfältigen Aufgaben gerecht zu werden. Unabweisbar aber bleibt die Notwendigkeit, das INS als Auskunft und Impuls gebende Einrichtung zu erhalten und auszubauen. Die Gremien des INS fordern daher die Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein auf, die Aufkündigung des geltenden Vertrags nicht umzusetzen und in ein gemeinsames Gespräch über eine Neuaufstellung der Finanzierung des INS einzutreten.
Schutz und Förderung der niederdeutschen Sprache ist zweifelsohne eine norddeutschlandweite, wenn nicht eine nationale Aufgabe. Diese kann von vier, sie kann aber auch von allen acht Bundesländern, in denen Niederdeutsch gesprochen wird, geleistet werden. Präsidium und Vorstand des INS standen und stehen jederzeit für einen konstruktiven Dialog zur Verfügung.

 

Präsidium und Vorstand des Instituts für niederdeutsche Sprache e. V.

 

Bremen, 7. Juni 2016