FÖR PLATT e. V.

Plattdeutsch aktiv an die nächste Generation weitergeben

Aktualisiert 08.06.2020

 

Vertell doch mal!”:

Die Siegerinnen und Sieger des niederdeutschen Schreibwettbewerbs 2020

 

„Schreib etwas zum Thema ‚Fief vör twölf‘ (‚Fünf vor zwölf‘)“! So lautete der Aufruf zum 32. nieder­deutschen „Vertell doch mal!“- Wettbewerb.  Die fünf besten Geschichten hat eine Jury ausgesucht – insgesamt waren rund 1000 plattdeutsche Geschichten eingesandt worden. Die Siegerinnen und Sieger wurden am Freitag, 5. Juni, um 19.00 Uhr in einer virtuellen Feier auf www.NDR.de/vertell und auf www.bremeneins.de geehrt und erhalten Preise im Gesamtwert von 5000 Euro. Schauspielerinnen und Schauspieler des Ohnsorg-Theaters lasen die besten Geschichten vor. Moderiert wurde die virtuelle Feier von NDR Plattdeutsch-Redakteurin Ilka Brüggemann. Die Aufzeichnung kann weiterhin angesehen werden.

 

Das sind die fünf Siegerinnen und Sieger:

https://www.ndr.de/kultur/norddeutsche_sprache/plattdeutsch/vertell778_backId-vertell776.html#content

 

Gewinner 2. Preis: Hartmut Großmann aus Stelle mit der Geschichte „De Tiet de löppt“

 + den zusätzlichen Publikumspreis mit 500 Euro gewann er ebenfalls nach der Online-Abstimmung

Als Hartmut Großmann vor rund 50 Jahren nach Stelle in Niedersachsen zog, lernte er Platt wie eine Fremdsprache. Der 77-jährige pensionierte Studiendirektor hat heute in der Plattszene einen Namen. Und auch aus dem NDR-Fernsehen kennen ihn viele: Hartmut Großmann ist einer der Shantyjungs, die vor dem offenen Fenster des Schellfischpostens in Hamburg „Inas Nacht“ begleiten. Hartmut Großmann hat nun den mit 1000 Euro dotierten zweiten Preis bei „Vertell doch mal!“ 2020 gewonnen. Die Jury meint: „Das Eintreten von Demenz in einem jüngeren Lebensalter ist ein weniger beachtetes Thema in der Gesellschaft. In der Geschichte ‘De Tiet, de löppt‘ werden die Auswirkungen auf das Berufs- und Privatleben eines Ehepaares von Hartmut Großmann einfühlsam beschrieben

https://www.ndr.de/kultur/norddeutsche_sprache/plattdeutsch/De-Tiet-de-loeppt,eder104.html 

 

Die 25 besten Geschichten von 2020 erscheinen in dem diesjährigen „Vertell doch mal!“-Buch. Die 26. Erzählung, die darin veröffentlicht wird, kommt von Henrikje Anneke Raßmus aus Jamel in der Nähe von Schwerin: Die 15-Jährige gewinnt im zweiten Jahr in Folge den Jugendpreis. Der „Ü-18-Pries“ („ü“ wie „ünner“) wird an junge Plattdeutschlernende vergeben. In diesem Jahr überzeugte Henrikje mit der Weltuntergangsgeschichte „De letzte Ogenblick“. Die Klimakatastrophe hat die Welt in Streit versetzt, was die Menschen retten sollte, hat alles nur verschlimmert ... nun läuft der Countdown. Gelesen wird die Geschichte von Ulrike Stern vom Kompetenzzentrum für Niederdeutschdidaktik an der Universität Greifswald: https://www.ndr.de/kultur/norddeutsche_sprache/plattdeutsch/VertellDochMal2020Ulrike-Stern1,stern284.html

 

Den Erzählwettbewerb „Vertell doch mal!“ veranstalten die vier NDR-Landesprogramme und Radio Bremen in Zusammenarbeit mit dem Ohnsorg-Theater. Er wird unterstützt von der PNE AG aus Cuxhaven. In diesem Jahr fand er zum 32. Mal statt; alle eingereichten Geschichten, bisher insgesamt mehr als 45.000, werden in der Landesbibliothek Schleswig-Holstein archiviert. Das Buch „Vertell doch mal! – Fief vör twölf“ erscheint in der Husum Druck- und Verlagsgesellschaft.

 

Quelle: PLATTNET-Nachricht – 07.06.2020

 

 

* * * * * * * * *

 

 

 

Aktualisiert 24.05.2020

 

 

"Platt vun Tohuus" bei "You Tube"

 

Wegen des Ausfalls von Konzerten, Lesungen und anderen Veranstaltungen haben bekanntermaßen viele Musiker und Autoren ihre Lieder, Gedichte und Geschichten zu Hause "live" aufgenommen und bei "You Tube" gepostet.

 

Auch der Verein "Lüneplatt e. V." hat inzwischen einen "You Tube"-Kanal eingerichtet und freut sich auf weitere Beiträge. Auf diese Art werden die Freunde der plattdeutschen Sprache weiterhin mit persönlichen Beiträgen unterhalten und die "kulturelle Durststrecke" überbrückt.

Hier geht's zu Youtube!

 

Mehr Infos gibt es bei: Verein Lüneplatt e. V.

Klaus Stehr, Posener Str. 5 b, 21391 Reppenstedt
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | www.klausstehr.de  

 

 

* * * * * * * * *

 

 

Aktualisiert 24.05.2020

 

 

Stiftung Freilichtmuseum am Kiekeberg. Pressemitteilung

Pressestelle: Marion Junker Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Tel. (0 40) 79 01 76-12/-32 Fax (0 40) 7 92 64 64

 

Kulturpreis Blauer Löwe 2020 für „Wortakrobaten“.

Landkreis Harburg sucht kreative Wortkünstler

 

Rosengarten-Ehestorf, 4.5.2020 – Unter dem Motto „Wortakrobaten“ vergibt der Landkreis Harburg in diesem Jahr seinen Kulturpreis, den „Blauen Löwen“: Künstler und Künstlerinnen sowie Gruppen aus Bereichen wie Poetry Slam, Rap, Dichtung, Singer-Songwriting, Kabarett oder Stand-up-Comedy mit einem deutlichen Bezug zum Landkreis Harburg sind aufgerufen, sich zu bewerben.

Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 10. Juli.

Informationen und Bewerbungsformulare gibt es unter www.kulturlandkreis-harburg.de/kulturpreis/ sowie bei Marie-Nathalie Schrötke unter Tel. (0 40) 79 01 76–71 im Freilichtmuseum am Kiekeberg. Bewerber reichen ihre Unterlagen per Post an Marie-Nathalie Schrötke, Am Kiekeberg 1, 21224 Rosengarten oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ein.

Die Preisverleihung erfolgt im November.

Um den „Blauen Löwen“ können sich sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen bewerben. Voraussetzung ist, dass die Bewerberinnen und Bewerber eigene Texte schreiben. Die Textform und die Aufführungspraxis sind frei wählbar. Ein hoher künstlerischer Anspruch wird vorausgesetzt. Mit der Bewerbung reichen die Künstlerinnen und Künstler eine Beschreibung ihres künstlerischen Schaffens und eine Auflistung ihrer bisherigen Auftritte ein. Dabei benötigt die Jury mindestens ein Video oder einen Link dazu, um sich einen besseren Eindruck zu verschaffen.

Die Jury für den Kulturpreis besteht aus Vertretern der lokalen Medien, des Landkreises Harburg, der Sparkasse Harburg-Buxtehude und Kulturinstitutionen. Sie bewertet die Bewerberinnen und Bewerber und wählt die Preisträgerin oder den Preisträger aus. Der Kulturpreis des Landkreises ist mit einem Preisgeld der Stiftung der Sparkasse Harburg-Buxtehude in Höhe von 2.000 Euro dotiert. Die Gewinnerin oder der Gewinner erhält den „Blauen Löwen“ voraussichtlich im Rahmen der feierlichen Kulturpreisverleihung im November 2020 in der Empore Buchholz. Dabei präsentiert die Preisträgerin oder der Preisträger sich und sein Schaffen dem Publikum.

 

 

* * * * * * * * *

 

 

Plattdeutschunterricht in Coronazeiten

Fachportal Niederdeutsch - Materialien und Links

 

(pn) Schule zu Hause und Lernen auf Distanz – in Coronazeiten ist alles anders. Da wird auch darüber nachgedacht: Was ist jetzt wichtig? Welcher Unterrichtsstoff ist unverzichtbar?

Mathematische Formeln, physikalische Phänomene, deutsche Grammatik, englische Klassiker usw.

Doch was ist mit dem Plattdeutschunterricht, der sowieso ein eher stiefmütterliches Dasein im Schulalltag darstellt? Eine reine Liebhaberei, auf die man in so ernsten Zeiten getrost verzichten kann und zugunsten „wichtigerer Dinge“ auch sollte? Mitnichten!

Das Internet macht’s möglich, dass auch vielfältige niederdeutschsprachige Inhalte für einen altersgerechten Unterricht überall verfügbar sind.

Das Fächerportal Niederdeutsch beim Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) stellt diese Materialien online zur Verfügung und gibt Hinweise zur pädagogischen Begleitung.

Das ist der Link zur Startseite für das Fachportal Niederdeutsch: https://fachportal.lernnetz.de/niederdeutsch.html

Dort findet sich unter anderem Übungsmaterial für Schülerinnen und Schüler, die sich für den Vorlesewettbewerb „Schölers leest Platt“ qualifiziert haben, deren weitere Teilnahme an den höheren Leistungsstufen aber krisenbedingt noch ausgesetzt bleibt.

Das Fachportal Niederdeutsch im Lernnetz des Landes Schleswig-Holstein steht allen am Plattdeutschunterricht Interessierten zur Verfügung. Verantwortlich hierfür ist Karen Nehlsen, IQSH-Koordinatorin für Regional- und Minderheitensprachen in Schleswig-Holstein.

 

Quelle: PLATTNET-Nachricht – 28.04.2020

PLATTNET.de   Nachrichten  Volker Holm, Buchenweg 35, D-22926 Ahrensburg, Tel. 49-4102-4739108 - http://nachrichten.plattnet.de

 

 

* * * * * * * * *

 

 

 

Aktualisiert 05.01.20

 

 

Die Themen für die nächsten Projekte "Kulturlandkreis Harburg. Kultur im Dialog" stehen fest.

Beim  Kreativtreffen am 19.11.19 im Kreishaus Winsen wurden von den Kulturschaffenden

im Landkreis Harburg für die Kultursommer 2021 und 2022 folgende Themen festgelegt:

2021 lautet das Thema „Klare Kante“,

2022 lautet das Thema „Märchenhaft“.

 

********************

 

Unsere Hausseite www.foer-platt.de veröffentlicht gerne interessante Termine und Beiträge zu Plattdeutsch hier in der Region.

Bitte senden Sie uns Ihre Daten einfach per Email an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

* * * * * * * * *

 

Platt ist in aller Munde!

Mit diesen Produkten zeigen Sie nicht nur, dass Sie Plattsnacker sind, sondern unterstützen mit Ihrer Spende auch noch die Förderung der Plattdeutschen Sprache!

 

 

 

 

 

Stoffbeutel 1,50 €

 

 

 

 

 

 

 

 

Kaffeebecher Original Calluna-Porzellan

je Stück 6,00 €

2 Stück 10,00 €

 

 

 

 

www.porzellanmanufaktur-calluna.de

Diese Artikel sind exklusiv über den Vorstand im Verein För Platt e. V. erhältlich.

Bitte sprechen Sie uns an!

 

* * * * *

 

Plattdeutsch auf Ortstafeln

 

Wenn eine Gemeinde auf den Ortstafeln auch den plattdeutschen Namen angeben möchte, ist auf dem Dienstwege ein Antrag für die zweisprachige Führung des Ortsnamens auf Ortstafeln (Zeichen 310 StVO) an das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr zu stellen. Dazu ist zunächst ein Ratsbeschluss erforderlich.

Wenn ein Gemeinderat die Absicht hat, einen solchen Antrag zu stellen, sind folgende Überlegungen wichtig:

- Wie wird der Name auf Plattdeutsch ausgesprochen? Dazu sollte aufgezeichnet werden, wie man den Namen in internationaler Lautschrift (wie in Wörterbüchern) darstellt.

- Es sollten auch Überlegungen angestellt werden, wie es zu diesem plattdeutschen Namen gekommen ist. Wenn es historische Quellen und urkundliche Erwähnungen gibt, sollen sie herangezogen und aufgeschrieben werden.

- Wie soll der Name geschrieben werden? Die vom Verein För Platt e. V. erarbeitete zweisprachige Kreiskarte kann dazu einen Hinweis geben, aber die Schreibweise ist keineswegs verbindlich und sollte sorgfältig überlegt sein. Auch Ortsfremde sollen ja den Namen möglichst richtig aussprechen können, wenn sie ihn lesen.

Wenn ein Ratsbeschluss vorliegt, soll der Vorschlag für die Schreibweise auf der Ortstafel mit den zur Verfügung stehenden Dokumenten (historische Schreibweisen) an das Institut für niederdeutsche Sprache (INS) geschickt werden, um die Schreibweise mit den dortigen Experten abzustimmen.

Wenn das INS Grünes Licht gegeben hat, kann die Gemeinde über den Landkreis Harburg den offiziellen Antrag an das Niedersächsische Minsiterium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr stellen, dem folgende Unterlagen beizufügen sind:

- eine Übersetzung oder Erklärung des Namens,

- eine phonetische Aufzeichnung der heute gängigen Aussprache

- historische Quellen und urkundliche Erwähnungen, sofern vorhanden

- einen mit dem INS auf der Basis der vorgenannten Dokumente abgestimmten Vorschlag für

die Schreibweise auf der Ortstafel – nur Schriftzeichen, die im Hochdeutschen üblich sind.

Wenn die Genehmigung vorliegt, dürfen die Ortstafeln mit der niederdeutschen Komponente aufgestellt werden. Das kann auch erst dann geschehen, wenn alte Ortstafeln abgängig sind. Es müssen auch nicht alle Ortstafeln ersetzt werden. Wenn man aber den Beschluss des Rates möglichst zügig umsetzen will, sollte man vielleicht versuchen, Sponsoren dafür zu finden, um die Kosten für den Steuerzahler (ca. 150 € pro Ortstafel) möglichst gering zu halten.

Die Anschrift des INS lautet:

Institut für Niederdeutsche Sprache e. V. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Schnoor 41 28195 Bremen Tel.: 0421 – 32 45 35 Fax: 0421 – 337 98 58