FÖR PLATT e. V.

Plattdeutsch aktiv an die nächste Generation weitergeben

 

Aktualisiert: 09.02.17

 

„Löppt?!“:

Plattdeutscher NDR Schreibwettbewerb „Vertell doch mal“ startet

„Löppt?!“ – „Läuft?!“: Jeder kennt diese moderne Redewendung, in die man vieles hineindeuten kann. Deshalb ist „Löppt“ auch das Thema des diesjährigen plattdeutschen Schreibwettbewerbs „Vertell doch mal“, zu dem der NDR gemeinsam mit Radio Bremen und dem Hamburger Ohnsorg-Theater aufrufen. Mitmachen lohnt sich: Auf die fünf Gewinner wartet Preisgeld von über 5.000 Euro. Zudem werden die 25 schönsten Geschichten im Juni dieses Jahres als Buch erscheinen. Zum ersten Mal gibt es einen mit 400 Euro dotierten „Ü 18“ Preis. Das „Ü“ ist natürlich platt und steht für „ünner“, also unter 18 Jahren.

 

Eingereicht werden kann eine niederdeutsch verfasste Kurzgeschichte zum Thema „Löppt?!“, die bisher noch nicht veröffentlicht wurde. Sie darf nicht länger als zwei DIN A4 Seiten sein (Schriftgröße 12 Punkt, 1,5zeilig) und muss bis Dienstag, 28. Februar 2017 (Poststempel), geschickt werden an:  

 

NDR 1 Welle Nord, Stichwort „Vertell doch mal!“, Postfach 3452, 24033 Kiel;

NDR 1 Niedersachsen, Stichwort „Vertell doch mal!”, 30045 Hannover;

NDR 90,3, Stichwort „Vertell doch mal!”, 20140 Hamburg;

NDR 1 Radio MV, Stichwort „Vertell doch mal!”, Postfach 110144, 19001 Schwerin;

Radio Bremen, Stichwort „Vertell doch mal!”, 28100 Bremen

oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bzw. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Die vier Radio-Landesprogramme des Norddeutschen Rundfunks rufen bereits zum 29. Mal zusammen mit Radio Bremen und dem Ohnsorg-Theater zu dem plattdeutschen Schreibwettbewerb „Vertell doch mal“ auf. Besondere Aktionen im Internet begleiten den Wettbewerb (www.ndr.de und www.radiobremen.de).

 

Die fünf besten Geschichten werden am Sonntag, 11. Juni, in einer großen Matinee mit vielen prominenten Gästen im Hamburger Ohnsorg-Theater prämiert und von Schauspielern des Theaters vorgetragen. Partner des Wettbewerbs ist auch in diesem Jahr die PNE Wind AG – Die Windparkexperten.

 

NDR Presse und Information

Rothenbaumchaussee 132

20149 Hamburg

presse(at)ndr.de

www.ndr.de

 

 

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Aktualisiert: 15.02.17

 

 

Petition: „De Plattdüütschen“ sammeln 10.000 Unterschriften!

DÜDENBÜTTEL/HANNOVER. Der Verein „De Plattdüütschen“ hat jetzt im Hannoveraner Ministerium für Wissenschaft und  Kultur fast 10 000 Unterschriften gegen Zuschussstreichung des Instituts für niederdeutsche Sprache (INS) in Bremen übergeben.

Ministerialdirigentin Dr. Annette Schwandner sagte zu, die festgefahrenen Gespräche mit dem INS wieder aufzunehmen.

 

 

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Aktualisiert: 09.02.17

 

Liebe Unterstützer unserer Initiative,

wir haben unser ursprüngliches Ziel für die Anzahl der Unterschriften weit überschritten; jetzt sind es über 7000 (einige Listen auf Papier sind noch dazugekommen). Danke an alle dafür.
Die Petition mit den Unterschriften wird nun am 14. Feb. 2017 vom Verein „De Plattdüütschen e. V.“ an das Kultusministerium des Landes Niedersachsen in Hannover übergeben.

Die Presse ist auf jeden Fall dabei.

 

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Aktualisiert: 09.01.17

 

+++ wichtig +++ wichtig +++ wichtig +++

Nutzen Sie die Möglichkeit, mit dem unten genannten Link Ihre Eingabe online zu formulieren!!!

Die Frist für die Petition wurde verlängert, sie endet nun am 21. Januar 2017!!!

 

 

Online-Petition zum Erhalt des INS

Unterstützer des Instituts für niederdeutsche Sprache (INS) starten Unterschriftenaktion

Um ihrer Forderung nach Erhalt des Instituts für Niederdeutsche Sprache in Bremen (INS) Nachdruck zu verleihen, haben engagierte Unterstützer eine Online-Petition gestartet, über die mit einer Unterschriftensammlung und entsprechenden begleitenden Kommentaren erreicht werden soll, dass die gemeinsame finanzielle Förderung des INS durch die Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein über das Jahr 2017 hinaus beibehalten wird. Diese hatten angekündigt, ihre Zuwendungen zum Ende 2017 einzustellen. 

Initiator der Petition ist der Verein „De Plattdüütschen“ e.V. in 21709 Düdenbüttel. Entsprechend ist sie an das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur gerichtet:

 

„Wir haben erfahren, dass das Land Niedersachsen die Zahlung der Fördermittel für das Institut für niederdeutsche Sprache in Bremen zum 31.12.2017 einzustellen will.

Wir bitten Sie, dieses rückgängig zu machen und bitten Sie nachdrücklich, die Finanzierung des Instituts für niederdeutsche Sprache in Bremen über den 31.12.2017 mit den anderen Ländern Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein sicherzustellen.

Begründung:

Das Institut für niederdeutsche Sprache erfüllt zentrale Aufgaben für den Erhalt und die Förderung des Niederdeutschen:

• als zentrales Informations- und Dokumentationszentrums für Niederdeutsche unter Berücksichtigung alter und neuer Medien,

• durch ein Beratungs- und Koordinationsangebot für die Vermittlung von Niederdeutsch insbesondere für Schulen, Kindergärten und andere Bildungseinrichtungen,

• durch Förderung der niederdeutschen Kulturlandschaft, insbesondere im Hinblick auf die jüngere Generation,

• durch Förderung von Aktivitäten zum Gebrauch des niederdeutschen in verschiedenen Berufsfeldern wie Seelsorge, Gesundheitswesen, Alten- und Krankenpflege, Tourismus und Journalismus,

• durch Vernetzung von Institutionen und Personen aus Wissenschaft, Kultur, Medien, Politik

• als Interessenvertretung für Niederdeutsch in Politik und Gesellschaft, insbesondere im Prozess zur Umsetzung der Europäischen Charta für Regional- und Minderheitensprachen.

Diese ganzen Aufgaben lassen sich nicht ohne Weiteres auf andere Institutionen übertragen. Eine Zerschlagung der existierenden Strukturen würde die Förderung des Niederdeutschen schwer schädigen.

Eine Fortexistenz des Instituts für niederdeutsche Sprache als eine einzigartige Institution, die im gesamten Sprachraum tätig ist, ist für eine erfolgreiche umfassende Förderung des niederdeutschen unabdingbar.“

Düdenbüttel, 18.10.2016

 

Unterzeichner aus ganz Deutschland und weiteren mehr als 15 Staaten haben bereits ihre Unterstützung kundgetan. Es ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Tagen die 1000. Unterschrift geleistet werden wird. Die Initiatoren erhoffen sich darüber hinaus eine anhaltend große Resonanz auf ihre Aktion.

Die Online-Petition ist über folgenden Link erreichbar (aktiv bis 17.12.2016). 

https://www.openpetition.de/petition/online/erhaltung-des-instituts-fuer-niederdeutsche-sprache-ins

 

 

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Aktualisiert 11.01.17

Das Thema für den Kultursommer 2018 steht fest!

25 Kulturschaffende haben am 10.01.17 im Sitzungssaal des Winsener Kreishauses

das Thema „In Bewegung“ für 2018 ausgewählt.

 

 

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Aktualisiert: 30.10.2016

 

19. Plattdeutsche Buchmesse in Hamburg -

am 5. und 6. November 2016 im Lichtwarksaal der Carl-Toepfer-Stiftung

 

Der plattdeutsche Buchmarkt - (k)ein Thema? –  In diesem Jahr werden auf der Plattdeutschen Buchmesse nicht nur Bücher angeboten, nein - der ganze plattdeutsche Buchmarkt wird unter die Lupe genommen: Frau Carola Markwa, Geschäftsführerin im Börsenverein des deutschen Buchhandels (Nord), erläutert während der Eröffnung  am 5. November um 11 Uhr die Mechanismen und Charakteristika dieses speziellen Buchmarktes. Dabei wird der plattdeutsche Buchmarkt aus ökonomischer, organisatorischer und ideeller Perspektive beleuchtet. Gibt es ihn? Wie entwickelt er sich? Welche Zukunftsprognosen sind möglich? Wer liest überhaupt? Wer kauft? Der Rückgang an plattdeutschen Neuerscheinungen, das Verlagssterben ist bekannt – ein Alleinstellungsmerkmal des plattdeutschen Buchmarktes? Oder ein Reflex auf einen allgemeinen Trend?

Die Carl-Toepfer-Stiftung und das Institut für niederdeutsche Sprache vergeben den Preis für das „Plattdeutsche Buch des Jahres“ ebenfalls während der Eröffnung.

Im Anschluss können sich die Besucher dann wie üblich selbst ein Bild des Buchangebots machen.

Gleich um die Ecke, in der Niederdeutschen Bibliothek, Peterstraße 36, finden an beiden Tagen Kurzlesungen und Gespräche mit den Autoren statt. Sie komplettieren das Programm.

Eine evangelische Messe auf Platt findet am Sonntag, 6.11., um 10 Uhr in der St. Michaelis Kirche statt. Die Predigt hält Frau Pastorin Annette Sandig.

Die Buchmesse klingt am Sonntag in der Niederdeutschen Bibliothek um 16 Uhr mit einem Konzert von Gerrit Hoss „Unplugged op Platt“ aus.

Plattdeutsche Buchmesse Hamburg

WO?     Lichtwarksaal, Neanderstraße 22, und Niederdeutsche Bibliothek, Peterstraße 36/Ecke Hütten

WANN?    Sonnabend, 5.11.: 11-18 Uhr / Sonntag, 6.11.: 11- 16 Uhr

Der Eintritt zur Buchmesse ist frei.

Weitere Infos und aus aúsführliche Programm unter http://www.carltoepferstiftung.de/buchmesse.php

 

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Aktualisiert 18.09.2016

 

Musikpreis 2016 der Stadt Bad Bevensen für Gerrit Hoss –

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

 

Gerrit Hoss wurde am Sonntag, 18. September 2016, der Bad Bevensen-Preis im Rahmen der Bevensen-Tagung (Tagung für Nieder­deutsch) im Kurhaus der Stadt Bad Bevensen verliehen. Die Laudatio hielt Jan Graf (NDR).

 

Gerrit Hoss, Jahrgang 1980, präsentiert plattdeutsche Musik – erfrischend anders. Seine Texte haben etwas zu sagen. Hoss ist herausragender Repräsentant einer seit einigen Jahren wachsenden Szene von jungen Bands und Einzelkünstlern, die Niederdeutsch als Gesangssprache in der Popmusik ver­enden. Das Idiom ist ihnen Ausdruck eines positiven nördlichen Heimatgefühls. Mit dem dezenten Geschmack des Subkulturellen bietet die Sprache sich heute gerade jüngeren Künstlern als Allein­stellungsmerkmal an.

 

Gerrit Hoss, ist heute wieder beheimatet in Münsterdorf bei Itzehoe, studierte von 2004 – 2005 Gitarre in München. Er vermisste den Norden und begriff, wie viel ihm die plattdeutsche Sprache als Teil seiner „Heritage“ bedeutet. Bis 2008 blieb Hoss in München, spielte in Bands und gab Unterricht. Dann folgte der Umzug nach Hamburg, wo er Straßenmusik macht, auf dem Kiez muckt, auch morgens um fünf auf dem Fisch­markt. Die Jahre formen ihn zum universell einsetzbaren, sympa­thischen, belastbaren Rockmusiker, zum Stimmungsknecht der Feierhorden. Mit diesem soliden Handwerkszeug ausgestattet schreibt er eigene Songs, Nummern, die treffsicher ins Ohr und zu Herzen gehen.

 

Zuletzt erschienen ist seine CD „Platt!“, die er bereits bei Sat 1, im NDR-Fernsehen und im Ohnsorg-Theater präsentieren konnte. Zu hören sind dabei: gitarrendominierte Poprockstücke, in denen Hoss mit angenehmer, leicht heiserer Stimme ebenso authentisch wie sympathisch vom Leben singt. Ein Botschafter des Plattdeutschen, dessen Songs auch die mögen, die mit Plattdeutsch nichts am Hut haben – gut zu beobachten bei Festivals und Kulturvereinen, Theatern, Stadtfesten und dort, wo der plattdeutsche Allrounder noch überall auftritt.

 

Der Preis, gestiftet von der Stadt Bad Bevensen, ist mit 2000 Euro dotiert. Zum Abschluss gab der Preisträger noch einige seiner Lieder zum Besten.

www.bevensen-tagung.de | www.gerrithoss.de | www.plattnet.de

 

Wer mehr von dem Sänger und seiner Band live erleben möchte:

Er gibt am Freitag, 14. Oktober 2016, Beginn: 19.30 Uhr, im Kurhaus in Bad Bevensen ein Konzert.

Weitere Infos und Karten unter http://www.bad-bevensen.de/veranstaltungen-in-bad-bevensen/veranstaltungstipps/

 

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Aktualisiert: 22.08.2016

 

Plattdeutscher Schreibwettbewerb „Ahn Grenzen“ im Kultur­sommer 2016 im Landkreis Harburg –

Siegreiche Schrieverslüüd aus Schätzendorf und Stelle - Herzlichen Glückwunsch

 

as/Salzhausen.

"Ahn Grenzen" lautete der Titel des plattdeutschen Schreibwettbewerbs, den der Verein FÖR PLATT anlässlich des diesjährigen Kultur­sommers im Landkreis Harburg zum Thema „Grenzenlos“ ausgeschrieben hatte. Die Preisträger wurden am 12. August in Salzhausen ge­kürt.

Als Ehrengäste mit dabei waren auch der stellver­tretende Landrat im Landkreis Harburg, Uwe Harden, die stell­vertretende Samtgemeindebürgermeisterin der Samt­gemeinde Salzhausen, Linda Schmiedebach, sowie der Platt­deutschbeauftragte im Landkreis Harburg, Herbert Timm.

Jürgen Müller, Erster Vorsitzender des Vereins FÖR PLATT, dankte allen Schreibern, die mit Mut und viel Fleiß ihre einfallsreichen Geschichten eingeschickt hatten. Etwas enttäuschend war in diesem Jahr die geringe Teil­nehmerzahl: lediglich sechs Plattdüütsche Schrievers­lüüd über 21 Jahre hatten sich am Wett­bewerb beteiligt. „Für viele Leute ist es wohl sehr schwer, plattdeutsch zu schreiben, und sie trauen sich das nicht zu, obwohl die Rechtschreibung hier nicht relevant für die Entscheidung war“, so Müller.

Die Beurteilung der anonymisier­ten Beiträge hatte zuvor eine Jury, bestehend aus Dr. Heinz Harms und Dr. Berthold Hohmann (beide aus Hollenstedt), Asta Müller aus Wistedt, Hans-Hermann Putensen aus Garlstorf und Fritz Wölper aus Evendorf, übernommen.

Den ersten Preis gewann Dieter Schlap­hof aus Schätzen­dorf (Preisgeld 120 Euro). In seiner Erzählung „An’n Stammdisch“ geht es um eine streitbare Männer­runde, die sich zu Politik, Krieg und Frieden auf der Welt ihre Gedanken macht.

Hartmut Großmann aus Stelle errang den zweiten Platz (Preisgeld 60 Euro). Sein Beitrag „De Sünnsöker“ be­schreibt einen Krabbel­käfer, der dorthin will, wo die Sonne die Erde küsst und dabei Abenteuer mit einem Hasen und Raben bestehen muss.

Hans Dieder Heidtmann aus Stelle erreichte den dritten Platz (Preisgeld 30 Euro). In seiner Geschichte „Ahn Grenzen“ spiegelt sich die aktuelle, weltpolitische Lage wider und die Reisefreiheit in ein sicheres Germany.

Die Preisträger, die auch bereits bei den plattdeutschen Schreibwettbewerben der Jahre 2012 und 2014 siegreich waren, freuten sich über ihre Geldpreise. Zusätz­lich er­hielten sie von der Grafikerin Alexandra Eicks je­weils eine gestaltete Urkunde. Für den musikalischen Rahmen sorgte Claus Peper aus Egestorf mit plattdeutschen Liedern.

 

 

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Aktualisiert: 17.07.2016

 

„Plattdüütsch för de Lütten“ - noch freie Plätze!

Salzhausen.

Der Verein FÖR PLATT e. V. bietet in Kooperation mit dem Zentrum für Plattdeutsch in Salz­hausen, Schützenstraße 4, im Haus des Gastes (Brenners Hoff) ab 20. August einen neuen Kurs „Plattdüütsch för de Lütten“ an. Es gibt noch freie Plätze, die Teilnahme ist kostenfrei. Erzieherinnen in Kitas und Lehrkräfte in Grundschulen können sich noch bis 31. Juli anmelden bei Jürgen Müller, Telefon 0177–3519051, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder bei Hans-Hermann Putensen, Telefon 04172–9692940, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Der sechsteilige Kurs läuft immer samstags in Salzhausen. Vermittelt werden unter anderem Kenntnisse über die niederdeutsche Sprache, Förderung der eigenen Sprach­kompetenz und didaktisch-methodische Hinweise für deren Vermittlung. Mehr Infos zum Kurs bitte dem Eintrag auf dieser Seite weiter unten entnehmen.

 

 

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Aktualisiert: 16.06.2016

 

Woans süht dat ut mit dat Plattdüütsche?

Institut für niederdeutsche Sprache (INS) und Institut für Deutsche Sprache (IDS) starten Umfrage

(ins-presse) In dieser Woche startet eine repräsentative Telefonumfrage über die Verbreitung des Niederdeutschen. Daneben geht es auch um die Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger gegenüber dieser Regionalsprache. In Auftrag gegeben hat die Studie das Institut für niederdeutsche Sprache (INS), das gemeinsam mit dem Institut für Deutsche Sprache (IDS) ein Forschungsprojekt zum Sprachlagenspektrum in Norddeutschland durchführt. Gefördert wird das Projekt durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

Innerhalb der nächsten Wochen werden durch die Forschungsgruppe Wahlen insgesamt 1.600 Personen ab 16 Jahren aus dem gesamten niederdeutschen Raum zum Plattdeutschen befragt. Angerufen werden also Menschen aus den Bundesländern Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.

Die Umfrage hat zum einen das Ziel, herauszufinden, wie gut die Menschen Platt sprechen und verstehen können und in welchen Umgebungen es verwendet wird: Wo kommt man heutzutage im Alltag mit Plattdeutsch in Berührung? Hören die Menschen aus Norddeutschland z.B. plattdeutsche Sendungen im Radio oder schauen sie solche im Fernsehen? Und wird auch das Internet in irgendeiner Form genutzt, um Plattdeutsches zu lesen oder zu hören, womöglich auch zu lernen?

Zum anderen stehen die Vorstellungen und Ansichten der Norddeutschen über die Regionalsprache im Zentrum des Interesses: Was verbinden sie mit dem Plattdeutschen? Wird die Sprache als Identitätsfaktor gewertet? Und wird sie als Kulturgut angesehen, das es zu schützen gilt?

Die letzte Umfrage dieser Art fand 2007 statt. Ein Vergleich mit diesen Datensätzen soll Aufschluss über vergangene und künftige Entwicklungen des Plattdeutschen liefern. „Nur wenn bekannt ist, wie die Menschen das Plattdeutsche betrachten und wo sie Handlungsbedarf für die Förderung des Niederdeutschen sehen, lässt sich eine effektivere Sprachenpolitik im Sinne der ‘Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen’ betreiben“, so Projektleiter Reinhard Goltz.

Erste Ergebnisse der Erhebung werden im Herbst präsentiert werden können.

(Institut für niederdeutsche Sprache – http://www.ins-bremen.de/">www.ins-bremen.de)

Besöök ok http://www.facebook.com/PLATTNET.de http://www.facebook.com/PLATTNET.de">http://www.facebook.com/PLATTNET.de un wies uns, dat di PLATTNET.de behagen deit!

 

 

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Aktualisiert: 07.06.2016

 

Institut für niederdeutsche Sprache in Gefahr!

(ins-presse) Vor drei Wochen haben die Länder Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein erklärt, sie würden die institutionelle Förderung für das Institut für niederdeutsche Sprache zum Ende des Jahres 2017 einstellen. Dieser Angriff trifft die plattdeutsche Sprachgemeinschaft; dabei geht es um eine Gesamtsumme von insgesamt weniger als 300.000 Euro pro Jahr. Nun wenden sich die Institutsleitung und die Mitglieder des Trägervereins mit einem dringenden Appell an die Ministerpräsidenten und Bürgermeister der norddeutschen Bundesländer: Das Institut für niederdeutsche Sprache muss erhalten bleiben!

Das in Bremen ansässige Institut genießt hohes Ansehen und seine Leistungsbilanz ist bemerkenswert. So gehen viele Impulse für Platt im Kindergarten, in der Schule oder in Pflegeberufen auf das INS zurück. Als kompetente Anlaufstelle für Bürger, Theatergruppen, Musiker, Kulturverbände, Schriftsteller, Wissenschaftler, Studenten und Journalisten hat sich die Einrichtung weit über Norddeutschland hinaus einen Namen gemacht. Bei den Plattdeutsch-Akteuren ist man sich sicher: Das Institut wird gebraucht! Eine Kündigung gefährdet das Herzstück plattdeutscher Sprach- und Kulturarbeit – und das in einer Zeit, in der überall in Norddeutschland Ansätze zur Stärkung der Regionalsprache zu erkennen sind.

 

Weitere Informationen s. Register "Plattdüütsch"...

 

INS Bremen Tel. 0421 - 324535 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! | www.ins-bremen.de

 

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„Plattdüütsch för de Lütten“ -

Neuer Kurs startet am 20. August 2016 – Anmeldeschluss: 24.06.2016!

 

Salzhausen.

Der Verein FÖR PLATT e. V. bietet in Kooperation mit dem Zentrum für Plattdeutsch in Salz­hausen, Schützenstraße 4, im Haus des Gastes (Brenners Hoff) ab 20. August einen neuen Kurs „Plattdüütsch för de Lütten“ an. Der Kurs ist kostenfrei und beginnt um 10 Uhr.

Die Aktion „Plattdüütsch för de Lütten“ hat das Ziel, im Bereich des Landkreises Harburg und Umgebung Menschen dafür zu qualifizieren, dass sie in Kindertagesstätten und Grund­schulen Plattdeutsch an die nächste Generation weitergeben können. Der Kurs umfasst sechs Bausteine und findet jeweils sonnabends statt. Vermittelt werden u. a. Kenntnisse über die niederdeutsche Sprache, Förderung der eigenen Sprach­kompetenz und didaktisch-methodische Hinweise für deren Vermittlung. Die Teilnehmer des Kurses erhalten am Ende des Lehrgangs ein Zertifikat, das ihre Qualifikation ausweist.

 

Das Erlernen von Sprachen ist heute wichtiger denn je. Die Sprache unserer Region, die alte Heimatsprache Plattdeutsch, kann dabei eine wichtige Rolle spielen. Sie ist leichter zu erlernen als jede andere Sprache, weil sie mit dem Hochdeutschen, das die meisten Kinder als Muttersprache zuerst kennen­lernen, am engsten verwandt ist. Wer sehr früh mehrere Sprachen lernt, kann ohne nachzudenken von einer in die andere Sprache wechseln und hat damit einen erheblichen Lernvorteil. Plattdeutsch hat außerdem den Vorteil, dass es noch Menschen in unmittelbarer Nähe gibt, die diese Sprache auch im Alltag sprechen.

 

Der 2005 gegründete Förderverein FÖR PLATT e. V. hat schon in den Vorjahren einige Kurse dieser Art initiiert und durchgeführt. Ein erfahrenes Dozenten-Team steht auch in diesem Jahr dafür wieder zur Verfügung: Dr. Hartmut Arbatzat, der als Gymnasiallehrer in Hemmoor tätig ist und seit etlichen Jahren Dozenten für Niederdeutsch an der Volks­hochschule ausbildet, hat das Kurs­konzept mit ausgearbeitet, er leitet drei Bausteine. Zwei weitere Bausteine werden von Marianne Ehlers und Renate Poggensee durchgeführt. Marianne Ehlers ist Referentin für Niederdeutsch beim Schleswig-Holsteinischen Heimat­bund, Vorsitzende der Fehrs-Gilde und wurde 2005 mit der Schleswig-Holstein-Medaille aus­gezeichnet. Renate Poggensee, ihre Schwester, verfügt als Leiterin eines Kindergartens über jahrelange Erfahrung mit Platt­deutsch und hat gemeinsam mit ihrer Schwester mehrere Materialsammlungen erstellt. Wiebke Erdtmann, Grundschullehrerin und Fachberaterin der Landesschulbehörde - „Die Region und ihre Sprachen“ - leitet den Baustein „Texte und Lehr­werke“.

 

Die Kurse (Schulungszeit 10.00 bis 16.00 Uhr) finden statt am:

20. August (Dr. Hartmut Arbatzat – Sprachgeschichte)

27. August (Marianne Ehlers und Renate Poggensee–Didaktik und Methodik)

10. September (Dr. Hartmut Arbatzat – Basiswortschatz)

24. September (Dr. Hartmut Arbatzat – Basisgrammatik)

01. Oktober (Marianne Ehlers und Renate Poggensee – Arbeit mit praxisbezogenen Medien)

29. Oktober (Wiebke Erdtmann – Texte, Lehrwerke und Anregungen).

 

Durch die finanzielle Unterstützung des Lüneburgischen Landschaftsverbandes, der Spar­kasse Harburg-Buxtehude, des Vereins FÖR PLATT e. V. und des Zentrums für Platt­deutsch entstehen den Teilnehmern auch in diesem Jahr keine Kosten. Die Teil­nehmer des letzten Kurses, die nicht alle „Bausteine“ absolvieren konnten, können diese komplettieren.

 

Anmeldungen sind bis Freitag, 24. Juni 2016, möglich

beim Verein FÖR PLATT e. V., Jürgen Müller, 1. Vorsitzender, Tel. 0177–3519051,

E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder

beim Leiter des Zentrums für Plattdeutsch, Hans-Hermann Putensen, Tel. 04172–9692940,

E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

Sie erteilen auch gerne weitere Auskünfte.


 

 

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Plattdeutsche Termine anmelden!

 

De Beopdragte för Plattdüütsch in’n Landkreis Horborg, Herbert Timm, Im Osterfelde 24, 21445 Wulfsen, Tel. 04173 / 7254

 

„Plattdüütsch in’n Landkreis Horborg un ümto“ Heft 2/2016

Seit 2002 informiert der ehrenamtliche Beauftragte für Plattdeutsch im Landkreis Harburg, Herbert Timm aus Wulfsen, mit einer Broschüre darüber, was an plattdeutschen Theateraufführungen, Lesungen, Wettbewerben und anderen Veranstaltungen im Landkreis Harburg und in der näheren Umgebung so alles geplant ist. Das neue Heft für das 2. Halbjahr 2016, das beim Freilichtmuseum am Kiekeberg, bei den Gemeinden, der Sparkasse Harburg-Buxtehude, den Heimatvereinen und einigen Theatergruppen kostenlos erhältlich sein wird, soll einen Überblick geben über plattdeutsche Gottesdienste, Theateraufführungen, Lesungen, Klöönabende und andere Veranstaltungen. Die Adressen von plattdeutschen Veranstaltern, Theatergruppen und Ansprechpartnern bei den Gemeinden werden ebenso in diesem Heft zu finden sein wie Büchertipps und interessante Websites im Internet.

Damit alle Veranstaltungen erfasst werden und alle Informationen dem neuesten Stand entsprechen, ist es wichtig, dass alle Veranstalter sich rechtzeitig melden. Deshalb hat der Beauftragte für Plattdeutsch im Landkreis Harburg ein Anmeldeformular entwickelt, das ausgefüllt werden kann. Es kann per E-Mail bestellt werden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Selbstverständlich werden aber auch alle anderen telefonischen und brieflichen Anmeldungen berücksichtigt.

Alle Meldungen sollten spätestens am 21. Mai 2016 eingegangen sein, damit die Broschüre rechtzeitig erstellt und zum Beginn des 2. Halbjahres 2016 verteilt werden kann.

 

Herbert Timm

 

 

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Kulturlandkreis Harburg zum Mitmachen:

Plattdeutscher Schreibwettbewerb, Thema: „Ahn Grenzen“

 

Der Kultursommer 2016 im Landkreis Harburg steht unter dem Thema „Grenzenlos“.

 

Der Verein FÖR PLATT e. V. ruft alle Einwohner des Landkreises Harburg auf, sich an einem plattdeutschen Schreibwettbewerb zu beteiligen.

Unter der Überschrift „Ahn Grenzen“ werden plattdeutsche Geschichten oder Gedichte gesammelt.

 

Einsendungen bitte bis zum 1. Juli 2016 an:

Verein FÖR PLATT e. V., Elsabe Rolle, Am Paaschberg 14, 21376 Salzhausen

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Folgendes ist dabei zu beachten:

Pro Teilnehmer ist nur eine Einsendung möglich. Der Text sollte drei Seiten DIN A4 nicht überschreiten.

Er sollte auch bisher nicht veröffentlicht sein.

Wichtig ist die vollständige Adresse des Autors bzw. der Autorin, und eine Altersangabe sollte auch nicht fehlen.

Die Beiträge werden anonymisiert in Altersgruppen bewertet. Es werden nur Einsender aus dem Landkreis Harburg berücksichtigt. Der Verein würde sich freuen, wenn viele Kinder und Jugendliche sich beteiligen würden.

 

Dies sind die Preise:

Gruppe A (Kinder bis 12 Jahre): 50 €, 30 €, 20 €

Gruppe B (Jugendliche bis 20 Jahre): 100 €, 60 €, 30 €

Gruppe C (Erwachsene ab 21 Jahre): 100 €, 60 €, 30 €

Für Gemeinschaftsarbeiten von Klassen, Arbeitsgemeinschaften oder anderen Gruppen werden Sonderpreise vergeben.

 

Am Freitag, 12. August 2016, um 19:30 Uhr werden im Haus des Gastes in Salzhausen die Sieger des Wettbewerbs

bekanntgegeben, die eine unabhängige Jury ermitteln wird. Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

 

 

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Es gibt eine neue CD vom Otto Groote Ensemble mit plattdeutschen Liedern:

"Noordlandwind". Weitere Infos unter www.otto-groote.net

 

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Die Themen für die Kultursommer 2016 und 2017 im Landkreis Harburg stehen fest.

2016: Grenzenlos

2017: Glücksmomente

Ausführliche Informationen unter http://www.kulturlandkreis-harburg.de/

 

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Neu: http://www.platt-wb.de

Wörterbuch: Platt > Hoch und Hoch > Platt

Das Online-Wörterbuch wurde erstellt von Elke Brückmann auf der Grundlage des Ostfriesischen Wörterbuches von Gernot de Vries

 

 

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In eigener Sache:
Wir haben ein neues „Gesicht“!

Unsere Hausseite www.foer-platt.de wurde im Januar 2015 etwas moderner und übersicht­licher gestaltet.

Da bei einer Umstellung erfahrungs­gemäß nicht immer alles sofort optimal läuft, sind wir

für Hinweise aller Art dankbar, wenn Sie Fehler entdecken oder wichtige Angaben fehlen.

Bitte senden Sie uns Ihre Daten einfach per Email an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Vielen Dank im Voraus.

 

 

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Bundesverdienstkreuz für Herbert Timm 06.05.2014

Ehrung für langjährigen Plattdeutschbeauftragten des Landkreises Harburg

 

Für seine Verdienste im Landkreis Harburg zeichnete Landrat Joachim Bordt (links) jetzt Herbert Timm (72) als „leidenschaftlichen Kämpfer für den Erhalt der plattdeutschen Sprache" aus. Im Auftrag des Bundespräsidenten wurde dem ehemaligen Lehrer und Schulleiter jetzt das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Foto Ehrung Timm

Als Grundschullehrer begann Herbert Timm 1964 in Wulfsen seine berufliche Laufbahn. Dort startete er ein plattdeutsches Schülertheater. Auch später als Leiter der Haupt- und Realschule in Roydorf pflegte er in Theatergruppen und Arbeitsgemeinschaften das Niederdeutsche. Ab den 70er Jahren veranstaltete er Platt-Lese- und Schreibwettbewerbe sowie Theatertreffen, regte die Gründung von zahlreichen, noch heute bestehenden „Klöönkrings" an und gründete im Jahr 2000 das Plattdeutsch-Zentrum im Salzhäuser Haus des Gastes mit einer umfangreichen Bibliothek für Freunde dieser Sprache. „Diese Sprache hatte für mich schon früh einen besonderen Wert und war mir immer sehr vertraut", erinnert er sich.

2001 wurde er erster Plattbeauftragter des Landkreises Harburg und engagiert sich bis heute auch in dieser Funktion. 2005 gründete er mit Gleichgesinnten den Förderverein „För Platt" und wurde dessen Vorsitzender. Inzwischen hat hier Jürgen Müller seine Nachfolge angetreten.

 

Um möglichst viele Menschen für Platt zu begeistern, ging Herbert Timm mit „Hüüt snackt wi platt" bei Radio ZUSA auf Sendung, regte Sprachkurse für Erzieher in Kindergärten an und bringt seit einigen Jahren halbjährlich die Broschüre „Plattdüütsch in'n Landkreis Horborg un ümto" heraus. Nach seinem Vorbild wurden unter anderem auch in den Landkreisen Lüneburg und Stade Plattbeauftragte berufen.

Das politische Leben in der Region prägte Herbert Timm 29 Jahre im Rat seiner Heimatgemeinde Wulfsen, wo er von 1996 bis 2001 auch Bürgermeister war, sowie von 1991 bis 1996 als Kreistagsmitglied für die SPD.

Nun wurde der unermüdlich engagierte Förderer der Regionalsprache Niederdeutsch für sein Lebenswerk geehrt.

http://archiv.plattnet.de/ | www.kreiszeitung-wochenblatt.de

 

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Platt ist in aller Munde!

Mit diesen Produkten zeigen Sie nicht nur, dass Sie Plattsnacker sind, sondern unterstützen mit Ihrer Spende auch noch die Förderung der Plattdeutschen Sprache!

 

 

 

 

 

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Diese Artikel sind exklusiv über den Vorstand im Verein För Platt e. V. erhältlich.

Bitte sprechen Sie uns an!

 

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Plattdeutsch auf Ortstafeln

 

Wenn eine Gemeinde auf den Ortstafeln auch den plattdeutschen Namen angeben möchte, ist auf dem Dienstwege ein Antrag für die zweisprachige Führung des Ortsnamens auf Ortstafeln (Zeichen 310 StVO) an das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr zu stellen. Dazu ist zunächst ein Ratsbeschluss erforderlich.

Wenn ein Gemeinderat die Absicht hat, einen solchen Antrag zu stellen, sind folgende Überlegungen wichtig:

- Wie wird der Name auf Plattdeutsch ausgesprochen? Dazu sollte aufgezeichnet werden, wie man den Namen in internationaler Lautschrift (wie in Wörterbüchern) darstellt.

- Es sollten auch Überlegungen angestellt werden, wie es zu diesem plattdeutschen Namen gekommen ist. Wenn es historische Quellen und urkundliche Erwähnungen gibt, sollen sie herangezogen und aufgeschrieben werden.

- Wie soll der Name geschrieben werden? Die vom Verein För Platt e. V. erarbeitete zweisprachige Kreiskarte kann dazu einen Hinweis geben, aber die Schreibweise ist keineswegs verbindlich und sollte sorgfältig überlegt sein. Auch Ortsfremde sollen ja den Namen möglichst richtig aussprechen können, wenn sie ihn lesen.

Wenn ein Ratsbeschluss vorliegt, soll der Vorschlag für die Schreibweise auf der Ortstafel mit den zur Verfügung stehenden Dokumenten (historische Schreibweisen) an das Institut für niederdeutsche Sprache (INS) geschickt werden, um die Schreibweise mit den dortigen Experten abzustimmen.

Wenn das INS Grünes Licht gegeben hat, kann die Gemeinde über den Landkreis Harburg den offiziellen Antrag an das Niedersächsische Minsiterium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr stellen, dem folgende Unterlagen beizufügen sind:

- eine Übersetzung oder Erklärung des Namens,

- eine phonetische Aufzeichnung der heute gängigen Aussprache

- historische Quellen und urkundliche Erwähnungen, sofern vorhanden

- einen mit dem INS auf der Basis der vorgenannten Dokumente abgestimmten Vorschlag für

die Schreibweise auf der Ortstafel – nur Schriftzeichen, die im Hochdeutschen üblich sind.

Wenn die Genehmigung vorliegt, dürfen die Ortstafeln mit der niederdeutschen Komponente aufgestellt werden. Das kann auch erst dann geschehen, wenn alte Ortstafeln abgängig sind. Es müssen auch nicht alle Ortstafeln ersetzt werden. Wenn man aber den Beschluss des Rates möglichst zügig umsetzen will, sollte man vielleicht versuchen, Sponsoren dafür zu finden, um die Kosten für den Steuerzahler (ca. 150 € pro Ortstafel) möglichst gering zu halten.

Die Anschrift des INS lautet:

Institut für Niederdeutsche Sprache e. V. Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Schnoor 41 28195 Bremen Tel.: 0421 – 32 45 35 Fax: 0421 – 337 98 58

 

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"Kinnerleeder up Platt"

För Platt e. V. hat ein Faltblatt „Bekannte Kinnerleeder up Platt" herausgegeben und über den Landkreis Harburg und die Gemeinden an alle Kindertagesstätten und Grundschulen im Kreisgebiet kostenlos verteilen lassen. Gleichzeitig wurde in der Presse auf diese Aktion hingewiesen. Die Reaktion der Öffentlichkeit übertraf alle Erwartungen. Innerhalb eines Monats war die gesamte 1. Auflage in Höhe von 2.500 Exemplaren vergriffen! Mit der 2. Auflage, bei der auch ein paar Druckfehler berichtigt sind, können die beliebten Faltblätter weiterhin in der gewünschten Anzahl geliefert werden. Wegen der nicht unerheblichen Versandkosten freut sich der Verein über eine Spende aufs Vereinskonto (60045408 bei der Sparkasse Harburg-Buxtehude, BLZ 20750000).

 

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Niedersächsische Verfassung auf Platt

Wussten Sie schon, dass es die Niedersächsische Verfassung auch auf Plattdeutsch gibt? Das Institut für niederdeutsche Sprache in Bremen hat sie erarbeitet, und das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hat sie heraus-gegeben, die „Neddersassisch Verfaten". Der Niedersächsische Heimatbund hat dabei beraten, damit auch alles juristisch korrekt ist. Zu beziehen ist die Broschüre (ISBN 978-3-7963-0372-2) beim Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Leibnizufer 9, 30169 Hannover (Tel. 0511/120-2599), per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder beim Plattdeutschbeauftragten, Herbert Timm.

 

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"Wi hebbt dat trechtkregen!" –
Ortsschild mit Platt im Landkreis Harburg

 

Oilstoerp klNach dem Vorbild von "Auerk", "Grootheid", "Gothenborg", "Snevern" und "Groothansdörp" gibt es jetzt auch im Landkreis Harburg einen Ort, der mit Genehmigung der Landesregierung den plattdeutschen Namen im Schilde führen darf: "Oilstörp" – hochdeutsch Oelstorf – bei Salzhausen.

Als im Jahre 2006 der engagierte Plattdeutsche Otto Schneider aus Ramelsloh und der Plattdeutschbeauftragte des Landkreises, Herbert Timm, eine Kreiskarte erstellt hatten, die neben den hochdeutschen auch die plattdeutschen Ortsnamen aufwies, fassten junge Menschen in Oelstorf den Entschluss, den unter Einheimischen gebräuchlichen Ortsnamen Oilstörp im Ortseingangsschild zu verewigen.
Beim traditionellen "Pingstboomplanten", dem Verteilen von jungen Birken gegen einen kleinen Obulus zu Pfingsten, war so viel Geld in die Kasse der Dorfjugend gekommen, dass sie die Kosten für neue Ortsschilder aufbringen konnten.


Der Gemeinderat und die Verwaltung der Samtgemeinde Salzhausen fassten die notwendigen Beschlüsse, um alles auf den Weg zu bringen, und so konnten am 8. September, als die Schilder offiziell eingeweiht wurden, alle Beteiligten sagen: "Wi hebbt dat trechtkregen!" Der Samtgemeindebürgermeister, Hans-Hermann Putensen, und der Plattdeutschbeauftragte des Landkreises Harburg, Herbert Timm, machten in ihren Ansprachen deutlich, dass sie sich möglichst viel Nachahmer wünschen, damit die alten plattdeutschen Ortsnamen täglich wahrgenommen werden können. Sie können sich gut vorstellen, dass Orte wie Buchholz ("Bookholt"), Hollenstedt ("Hullnst"), Tostedt ("Töst"), Trelde ("Trill"), Ochtmannsbruch ("Makensbrook") mit ihren markanten plattdeutschen Namen dem Beispiel Oelstorfs folgen werden.
Herbert Timm ist übrigens auch ein Ort im Kreis bekannt, der den plattdeutschen Namen schon längere Zeit ohne offizielle Genehmigung im Schilde führt.