De Spraak

Oortsnaams

Plattdüütsche Oortsnamen im Landkreis Harburg — un wie se up dat Ortsschild kaamt.

So geiht dat

So kummt Platt up dat Ortsschild

Gemeinden, die einen plattdeutschen Namen auf ihr Ortsschild bringen möchten, gehen dafür einen festen Weg — von der Aussprache bis zur offiziellen Genehmigung.

Der Weg zum zweisprachigen Ortsschild

  • Vorüberlegung: lautgerechte Aussprache in internationaler Lautschrift festhalten und historische Quellen recherchieren.

  • Beschluss der Gemeinde bzw. des Gemeinderats einholen.

  • Die vorgeschlagene Schreibweise dem Institut für Niederdeutsche Sprache (INS) zur Prüfung vorlegen.

  • Nach der INS-Zustimmung den offiziellen Antrag über den Landkreis beim Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr stellen.

  • Unterlagen beifügen: Übersetzung, Lautschrift, historische Quellen und die geprüfte Schreibweise.

Kosten: rund 150 € pro Schild.

In de Regionen

Oortsnaams ut den Landkreis

Vun Neu-Wulmstorf bet Seevetal — hier een Utwahl plattdüütscher Oortsnamen ut den Landkreis Harburg:

  • Neu-Wulmstorf: Vosshusen, Wulmstörp, Ilstörp — un „De Swatten Bargen".

  • Buchholz: Bookholt, Sprötz, Hittfeller Woold.

  • Stelle: Stell, Ashuusen, Vossbarg.

  • Jesteburg: Jesborg, Bendstörp.

  • Winsen (Luhe): Scharmbääk, Bossel, Rottörp.

  • SG Elbmarsch: Elvstörp, Tesp, Bütel.

  • Rosengarten: Rosengoorn, Ehstörp, Vohrndörp.

  • Tostedt: Töst, Glüsen, Evstörp.

  • Hanstedt: Hanstää, Äästörp, Thälsdörp.

  • Salzhausen: Soltzhuusen, Gastää, Toppenstää.

  • Hollenstedt: Hullnst, Misborg, Dreest.

  • Seevetal: Metzendörp, Fleest, Hittfeld.

Utwahl — de vulle List mit all Oortsnamen ut den Landkreis pleegt de Verein.

Regeln

Schrievwies un Utspraak

För de Schrievwies vun plattdüütsche Oortsnamen gellt en poor Grundregeln:

  • Vokale: en schreven „a" klingt faken meist as „o" — „o" ward aber bloots schreven, wenn dat kloor so utspraken ward.

  • Dubbelte Vokale wiest op en langen Vokal oder de Betonung hen.

  • Diphthonge: regionaal ward „o" oder „oo" to en glieden Luut.

  • Apen/toe „o": lang as in „froh", kort as in „Gott".

  • Regionaal „ee" gegen „ää": westlich „Beek", östlich „Bääk" för Bach.

  • „ei" ward as „heid" schreven — na de hoochdüütsche Schrievwies.

  • „t" gegen „d" in „-dörp/-törp" hangt vun de örtliche Utspraak af.

  • Dubbelte Konsonanten warrt för de Leesborkeit schreven.

  • Slut „-en" gegen „-n": bliev för de Leesborkeit stahn, ok wenn dat „e" stumm is.

  • Stumm Slut-„d" ward för de Kloorheit schreven, ok wenn’t nich snackt ward.

Kontakt

Beroong & Genehmigung

Institut für Niederdeutsche Sprache (INS)

Schnoor 41, 28195 Bremen
Tel. 0421 – 32 45 35
ins@ins-bremen.de

Nds. Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Postfach 101, 30001 Hannover
gerd.fischer@mw.niedersachsen.de